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Let’s talk about… Stillen oder Flasche?

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“Meinste echt, dass dieses Thema so ‘ne gute Idee ist?” höre ich mich noch so selber bei mir sagen und schwupps ist es drin, in unserem Redaktionsplan von #letstalkabout.
Die monatliche Serie von “Zwischen Windeln und Wahnsinn” und mir kennt ihr ja zwischenzeitlich bestimmt schon alle.
Jeden Monat stellen Nadine und ich einen Beitrag zum gleichen Thema online und freuen uns auf regen Austausch mit uns und euch.
Unser Thema in diesem Monat spaltet Spielgruppen, macht Freundinnen zu Feindinnen und sorgt bei jeder Gelegenheit für ordentlich Zündstoff.
Denn in dieser Runde geht es um das Thema “Stillen oder Flasche”.

Let´s talk about… Stillen oder Flasche?

Stillen oder Flasche

Und jetzt sitze ich hier an meinem Laptop und zerbreche mir den Schädel.
Stillen oder Flasche …
Ist so ein Ding nicht von vornherein zum Scheitern verurteilt?
Muss ich jetzt ein “Blabla” über die Pros und Cons zum Thema Muttermilch schreiben und sagen:
“Aber peace, Girls…just my 2 Cents…?”
Muss ich dass?
Bittebitte sagt, dass ich es nicht muss.

Per se bin ich ein harmoniebedürftiger Mensch.
Ich mag es nicht, wenn es Streit gibt.
Weder im Real- noch im Virtual life.
Dass das nur beschränkt funktioniert, gerade wenn viele Frauen aufeinandertreffen, zeigen diverse Müttergruppen, wobei es auch hier keinen Unterschied zwischen on- und offline gibt.
Es scheint nicht so recht zu funktionieren mit uns Müttern.

Sag nein zu Mütterbashing!

I have a dream.
Eines Tages werden wir Mütter friedliebend auf einer grünen Wiese voller Gänseblümchen barfüssig und im weissen Kleidchen Ringelreihe tanzen, während unsere wahlweise autoritär oder gar unerzogenen Kinder gemeinsam spielen.
Wir hauen uns für nichts und niemanden die Köpfe ein… wir respektieren und schätzen uns…
Hachja.. wird dass jemals passieren?

Stillen oder Flasche? Kein Streitthema

Heute reichen ja schon das blosse Streifen einiger Reizwörter der “Mütter-Mafia”, um einen Atomkrieg hervorzurufen.
Besagte Wörter blinken rot auf und schreien laut: “BITCHFIGHT”, noch während man sie liest.
Impfen” gehört dazu.
Und “Kita“.
Natürlich auch … ich sags ganz leise… “Stillen“.
Ummpf.
Wie machen wir dass nun, dass wir hier, wo wir alle so nett beieinandersitzen, keinen Streit bekommen? Wie machen wir es nur?
Wollen wir so einen mittel Deal schliessen?

Stillen oder Flasche: Wie war es bei euch?

Ich erzähle euch etwas über die Vorteile von Muttermilch und wie ich es gemacht habe mit der Babyernährung.
Und ihr, die dass vielleicht nicht so seht oder ganz anders gemacht habt, fühlt euch nicht angepisst?
Und ich?
Ich freue mich total, wenn ihr eure Beiträge zum Thema “Stillen oder Flasche” im Rahmen unserer Blogparade einreicht.
Darin erzählt ihr mir dann, wie ihr dass so gemacht habt, mit dem Stillen oder der Flasche.
Im Gegenzug bin ich dann natürlich auch nicht angepisst.
Einfach einen total unangepissten Erfahrungsaustausch?
Peace und so?
Schaffen wir dass?

Gebt mir ein J…..
Gebt mir ein A….
Und nun gebt mir ein “Ja, wir schaffen dass!”
Mädels… wir werden Geschichte schreiben.
Ich sag es euch.
Und ich bin ehrlich (!) wirklich (!!) gespannt, wie dass bei euch so ablief, die vielleicht nicht gestillt haben.
So alleine vom Handling und ganzen Equipment her stelle ich mir dass nämlich gar nicht so einfach vor.

Nagut… dann fang ich mal an, barfuss und auf der grünen Wiese. 😉

Vorteile der Muttermilch

Muttermilch ist nicht nur immer verfügbar und stets optimal temperiert.
Nein, Muttermilch ist das Beste für eure Babys.
In Zusammensetzung und Vitamin-, Abwehr-, Immun- und Schutzstoffen ideal an die Bedürfnisse eures Babys angepasst.
Besser geht es nicht.
Punkt.
Das müssen mittlerweile sogar die Babymilchhersteller in dicken Lettern auf ihre Milchpackungen drucken.

Was einerseits super ist, weil damit kein Geld auf Kosten der Gesundheit gemacht werden darf; ist für die anderen, die gerne wollen aber nicht können, ein herber Schlag in die Magengegend.
Wer möchte sich denn schon täglich damit konfrontiert sehen?
Das wäre, als wenn auf meinem Frühstücksbrettchen in dicken Lettern stehen würde:
“Übrigens.. Dein Croissant macht fett. Körnerbrot ist das Beste für Deinen Körper.”
Ich würde dieses Brettchen hassen.
Halt die Klappe, Brettchen.

Die Entwicklung des Stillens

Ich bin für Back to the roots.
Obwohl ich eigentlich so gar nicht öko bin und sehr dankbar für die Möglichkeiten und Fortschritte, die uns die moderne Gesellschaft unter anderem in Medizin und Ernährung ermöglicht:
Manchmal ist es gar nicht so verkehrt, zurück zum Ursprung zu finden.
Das Vertrauen in unsere Natürlichkeit, unsere Weiblichkeit und unseren Körper wiederzufinden.
Dazu gehört auch das Stillen.

Erreichte in den 70er Jahren der Anteil der Flaschenkinder seinen absoluten Höhepunkt, war bis ins 19. Jahrhundert hinein das Stillen die einzige Ernährungsform für Babies.
Wer nicht stillte, liess sein Baby von einer Amme ernähren.

“Stillen ist gesundheitlich bedenklich”, “Stillen schränkt die persönliche Freiheit ein”, “nur sozial schwache Familien stillen” so oder so propagandierte die Babynahrungsmittelindustrie bis in die 70ern PRO-Flaschennahrung.
Daraus resultierte dann auch der fehlende Elan, es überhaupt zu probieren mit dem Stillen.
Wenn man unsere Eltern sowie Schwiegereltern heute reden hört, war da eine ganze Generation von Frauen, die nicht genug Milch hatten.
“Bei mir ging dass damals nicht.” – So ähnlich lautete fast jeder (!) Satz aus der Generation unserer Eltern, die mich beim Stillen sahen.

Nur eine einzige Flasche: Der Teufelskreis des Zufütterns

Dabei weiss man heute:
Wer zufüttert, steigt ein, in das Teufelskreislauf-Karussell:
Das Kind trinkt automatisch weniger, dadurch fehlt der Brust das Signal, mehr Milch zu bilden.
Die Milchmenge reduziert sich und das Kind trinkt noch weniger.
Dabei kann schon die erste und vielleicht einzige Flasche fatale Auswirkungen haben.
Im Internet habe ich dazu einen wunderbaren Text gefunden, den ich an dieser Stelle gerne zitiere:

Just one bottle

Autor: Anna Vnuk MBBS, DipObs, RACOG, IBCLC
Originaltitel: “Just one bottle”

Wusstest du…….dass nur eine einzige Flasche Pulvermilch ernste Auswirkungen auf Mutter und Kind haben können? Leider ist es sehr leicht, einem gestillten Baby “nur eine Flasche” zu geben und die Gründe dafür sind meistens Sorge für das Wohlergehen der Mutter oder des Kindes.

Zum Beispiel:
• Um der Mutter nach einer langen Entbindung Ruhe zu goennen.
• Um ein hungriges Baby, das Schwierigkeiten dabei hat, von der Brust zu trinken, zu füttern.
• Zur Schonung von wunden Brustwarzen

Studien haben jedoch herausgefunden, dass “nur eine Flasche von Milchersatznahrung” sowohl für die Mutter als auch für das Baby schädlich sein kann, und zwar:
• Erhöhtes Risiko einer ernsthaften Milchproteinallergie (Host et al. 1988)
• Erhöhtes Risiko von Darminfektion und Durchfall aufgrund der Änderung des PH’s der Darmflora. Es kann bis zu einem Monat dauern, bevor dieses wieder sicherere Werte aufweist. (Bullen et al. 1977)
• Kann zu Saugverwirrung führen (Newman, 1992)
• Stört das empfindliche Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage der Milchproduktion (De Coopman, 1993)
• Erhöhtes Risiko eines Milchstaues, da die Brust nicht entleert wird. (Moon & Humenick)
• Vermindert das Vertrauen der Mutter, ihr Baby stillen zu können. (Howie, 1981)
• Verkürzt die Stilldauer (Gray Donald et al. 1985).

Viele Mütter würden es vorziehen, dass ihren gestillten Babys keine Flasche mit synthetischer Milch gegeben wird, vor allem, wenn sie die Auswirkungen kennen würden, daher wäre es wichtig, sie, bevor ihr Baby dem Risiko ausgesetzt wird, über die möglichen Konsequenzen zu informieren und ihr Einverständnis einzuholen.
Viele Mütter würden akzeptieren, ihr Baby zu stillen, auch wenn sie müde sind, oder ihre Brustwarzen schmerzen, wenn sie wüssten, wie wichtig es ist.
Vergiss nicht; Stillen ist ein wertvolles Geschenk. Unterstütze und schütze es in diesen ersten wichtigen Tagen.

Erschienen in: “Breastfeeding Review”, Volume II, Number 8, November 1993, page 358.
Copyright © Breastfeeding Review
Adresse der Autorin: A. Vnuk, 57 Alicante Ave, Wynn Vale, SA 5127, Australia
Übersetzt von Ulrike Schmidleithner

 Die nachfolgenden Tipps können euch beim Stillen helfen:

Stillen oder Flasche -so klappt es mit dem Stillen

Meine persönliche Stillgeschichte

Meine beiden Kinder wurden, wie es die WHO empfiehlt, auf den Tag genau 6 Monate vollgestillt.
Jaja…. die hat leicht reden.. wenn dass so wunderbar läuft, hätte ich auch 6 Monate vollgestillt.
MÖÖÖÖÖÖÖP.
In den ersten Monaten nach Tiffys Geburt habe ich das Stillen gehasst.
Wirklich.
Ich konnte mich nicht damit identifizieren, ich kannte es aus unserer Familie nicht und war auch irgendwie nicht so recht angekommen in meiner Rolle als wandelnde Milchbar.
Frauen, die barbrüstig in Cafés saßen und ihre Kinder stillten, fand ich scheisse.
“Stillen ja, in der Öffentlichkeit nein” war mein Credo.
Nun, in die Verlegenheit kam ich auch nie, denn Tiffy war ein sehr unruhiges Baby, dass viel und oft gestillt werden wollte.

Stillprobleme bereits im Krankenhaus

Direkt nach ihrer Geburt dachte ich in meinem postoperativem, hormongeschwängertem Zustand gar nicht daran, sie direkt anzulegen.
Die Hebamme, die nach dem Kaiserschnitt nach mir sah, sagte irgendwann “Wollen wir sie dann mal anlegen?” und probierte sehr halbherzig, meine Brust in dieses winzig kleine Mündchen zu bekommen.
Was dann folgte, war vermutliche ein Paradebeispiel für schlechtes Stillmanagement und schrie eigentlich danach, dass das nix werden würde mit dem Stillen und mir.
Meine Tiffy war mit 2640g eine sehr zarte Maus und sie tat sich sehr schwer damit, aus der Brust zu trinken.
Nur mit Hilfe der Schwestern, einem Stillhütchen und viel Geduld gelang mir das Anlegen.
Ab und zu.

Obwohl ich mir einen sanften Start in unser Familienleben gewünscht hatte, wurde ich in den ersten Tagen überrollt von Besuchern, die sich in meinem Krankenzimmer die Klinke in die Hand gaben.
Tiffy verschlief die Zeit meistens und ich hatte nicht die nötige Ruhe, unsere Stillbeziehung aufzubauen und vor allen Dingen die Milchproduktion anzukurbeln.
Hinzu kam meine eingeschränkte Mobilität nach dem Kaiserschnitt.
Die Schwestern im Krankenhaus unterstützten mich auch irgendwie nicht wirklich und verwirrten mich zusätzlich mit verschiedenen Aussagen.

Stillen und Pumpen im Wechsel

So zog an Tag 3 die Milchpumpe in unser Familienzimmer ein.
Ich erinnere mich noch an die eine Nacht, in der ich heulend im Stillzimmer des Krankenhauses saß, jede Brust in einem Pumptrichter und Milch in kleine Flaschen pumpte.
Meine Brüste taten durch den Milcheinschuss so verdammt weh und ich fühlte mich wie der größte Versager.
“Erst einen Kaiserschnitt und dann klappt dass mit dem Stillen nicht mal.” dachte ich nicht nur einmal.
Entlassen wurde ich dann mit einem Rezept für eine Milchpumpe, 3 Flaschen abgepumpter Muttermilch und einem Stillhütchen.

Ich hoffte darauf, dass meine Nachsorgehebamme mehr Zeit hatte, denn ICH WOLLTE UNBEDINGT STILLEN.
Ich und mein Mann sind beide Allergiker und wenn es nur eine Möglichkeit gäbe, unserer Tochter den Wahnsinn zwischen Blütenpollen und dem Verzicht auf Nuss-Nougat Creme zu ersparen, wollte ich nichts unversucht lassen.
To make a long story short:
Ich stillte um mein Leben.
Und wenn ich nicht stillte, pumpte ich.
Ich trank massenweise Stilltee, ich verliess die Wohnung nur noch zwischen den Still-/Pumppausen, ich holte mir Email Beratung durch die La Leche Liga, ging 1x im Monat zur Stillberatung und zog das Ding durch.

Stillen oder Flasche

Generationenkonflikt beim Thema Stillen

Meiner Mutter und meiner Schwiegermutter musste ich mich zusätzlich noch regelrecht “beweisen”. Dadurch dass sie beide damals “keine Milch hatten” und nicht gestillt haben, rührte daraus ein gewisses Unverständnis und eine ablehnende Haltung de Stillens gegenüber.
“Das Kind hat bestimmt Hunger”, “Wann gibst Du ihr denn endlich mal die Flasche?” – Hätte ich für jede dieser Fragen nur einen einzigen Euro bekommen… Ich könnte heute in einem Pool aus Flaschennahrung baden, so reich wäre ich.
Gott sei Dank hat mein Mann mich in meinem Vorhaben immer unterstützt – wenn ich Nachts mal wieder abgepumpt hatte, war er derjenige, der die Milch mit Abpumpdatum und -uhrzeit beschriftete und fein säuberlich in Reih und Glied in den Kühlschrank stellte.

Auf einmal wurde alles leichter – selbstbestimmtes Abstillen

Nach 6 Monaten war ich erst soweit, die Milchpumpe in die Apotheke zurückzugeben.
Irgendwann im Laufe der Zeit wurden wir dann auch das Stillhütchen los und so kam es, dass das Stillen für mich nach 6 Monaten so einfach und leicht wurde, als hätte ich nie etwas anderes getan.
In einer Zeit, in der viele Mütter schon ans Abstillen denken, wurde Stillen für mich etwas Schönes.
Ich liebte die innige Nähe zu meiner Tochter und genoß es in vollen Zügen.
Beikost war bei ihr lange kein Thema; die Minimengen Brei, die sie nach dem 6. Monat zu sich nahm, zählten eigentlich kaum.
So wurde sie auch über diesen Zeitraum hinaus noch häufig gestillt, bis sie schliesslich zum Essen am Familientisch überging.

Schlußendlich wurde sie insgesamt 14 Monate gestillt – sie hat sich langsam und vor allem selbstbestimmt selber abgestillt.
Eines Morgens habe ich ihr die Brust zum letzten Mal angeboten, sie hat kurz gesaugt, sich abgedockt und kopfschüttelnd gelacht.
Unsere Stillbeziehung, so hart sie auch begonnen hatte, endete in Frieden.
Und rückwirkend kann ich sagen:
Ich würde es wieder so tun.
Jeder Tag durchhalten -auch wenn er manchmal sehr schwer war- hat sich gelohnt. <3

Beim zweiten Kind ist alles anders – Stillen 2.0

Beim Babymädchen ging ich weitaus lockerer an die ganze Thematik “Stillen oder Flasche” heran.
Ich vereinbarte vor der Geburt mit mir selber dass, sollte sich das Stillen wieder als so problematisch erweisen, ich guten Gewissens zufüttern würde.
Meine Tiffy war zum Zeitpunkt der Geburt ja erst 21 Monate alt und brauchte noch viel Aufmerksamkeit von mir, da war stundenlanges Stillen einfach nicht drin.

Was soll ich sagen?
Das Stillen unserer 2. Tochter lief wie ein Heimspiel.
Ja, meine Brustwarzen waren total “zerbissen” und schmerzten, so dass ich für einige Tage auf Stillhütchen umsteigen musste, aber dank vieler guter Tipps (unter anderem hier in meinem Beitrag zum Wochenbett) war auch dieses Stilltal schnell durchwandert.
Wir stillten nach Bedarf, wir waren ein gutes Team und es lief einfach.
Es lief sogar so gut, dass das Babymädchen, dass in dieser Hinsicht dass “unkomplizierte” Baby war, gar nicht damit aufhören wollte.
Mir ging es gut mit der Situation, so dass ich auch sie das Ende unserer Stillbeziehung beschliessen liess.
So kam es, dass wir das letzte Mal vor wenigen Tagen gestillt haben.
– Sie ist nun 31 Monate alt.
Ich blicke zurück mit einem lächelnden und einem weinenden Auge.
Ich bin wohl eine von ihnen.
Von diesen Stillmamas.

 

Jetzt bin ich gespannt auf EUCH!

Wie war es bei euch?
Stillen oder Flasche?
Oder vielleicht sogar beides?
Wolltet ihr immer stillen und konntet nicht, hat das Stillen problemlos geklappt oder habt ihr vielleicht schon im Vorfeld gesagt, dass Stillen für euch nicht in Frage kommt?
Wie erlebt ihr den Alltag als Still-/ oder Flaschenmama?

Den Beitrag von Nadine zum heutigen Thema findet ihr hier.

Stillen oder Flasche Lets talk about Logo

Packt alles, was euch rund um das Thema Stillen oder Flasche einfällt, bis zum 22.03.2018 in einen Blogbeitrag, verseht ihn mit dem Hashtag #Letstalkabout und setzt den Link danach hier in die Kommentare.
Natürlich könnt ihr euch ebenfalls per Facebook oder Instagram beteiligen.
Nutzt einfach den Hashtag #Letstalkabout  und informiert uns kurz per Email, Message oder das Kommentarfeld über eure Teilnahme.
Alle ohne eigenen Blog können selbstverständlich trotzdem mitmachen.
Sendet dazu eure Geschichten an wunschkindwege@gmx.de oder an Zwischenwindelnundwahnsinn@gmx.de. Wir tragen anschließend alle Beiträge zusammen und werden sie danach hier veröffentlichen sowie entsprechend verlinken.
Selbstverständlich könnt ihr hierzu gerne unser Logo nutzen. 

Wir freuen uns auf eure Teilnahme!

 

 

21 Kommentare

  1. Puh, alle Achtung! Ich hätte das nie so lange durchgehalten, wenn es so überhaupt nicht rund läuft. Da wären mir die Nerven durchgegangen. Toll, dass Du das so durchgezogen hast! 💖

  2. Danke ❤
    Frag nicht, wie oft mir die Nerven durchgegagen sind 😂😂
    Ja, die ersten Monate Stillzeit mit Tiffy waren echt heftig, aber irgendwie musste ich dass durchziehen.
    Alles in mir hat sich gesträubt, zur Flasche zu greifen und ich kann nicht mal sagen wieso. 🤷‍♀️
    Irgendwie fühlte es sich nicht richtig für uns an.

  3. Ich werde ja bald rausfinden, was ich bin… 😊 Ich hoffe sehr, dass es klappt. Aber ich habe auch mega Schiss davor. STILLEN wird heutzutage so heiß diskutiert. Ich hoffte, dass wenigstens im Geburtsvorbereitungskurs jemand sagt: Hey Süße, das klappt schon, das ist doch ganz natürlich!

    Nee stattdessen hieß es, man muss es lernen, trainieren etc. DER DRUCK NERVT MICH! Hinzu kommt besagter Generationskonflikt mit Mutter und Schwiegermutter 🙈…

    Der einzige Freund, den ich da grad sehe, ist der Laser, den es in unserem KH gibt. In der Stillambulanz kann man sich bei Problem und Schmerzen kostenlos lasern lassen! 🎊👏 Ich hoffe in meinem Sohn einen weiteren Verbündeten zu finden, um danach sagen zu können: Macht euch nicht verrückt! Das ist was ganz natürliches und klappt schon…😘

    Lg

    1. Hey! ❤

      Schlimm, oder?
      Dieses ganze Thema wird so stigmatisiert und künstlich aufgeblasen, dass man schon automatisch
      Schiss davor hat.
      Ein natürlicher Vorgang, der Abermillionenjahre funktioniert hat und in der Tierwelt auch noch immer funktioniert, wird zum Problem deklariert.

      Das habe ich mir immer wieder vor Augen geführt, wenn es nicht so recht klappen wollte.

      Ich habe ja zwei völlig verschiedene Erfahrungen mit meinen beiden Mädels gemacht:
      Die erste war schwer an die Brust zu kriegen und die zweite hat wenige Minuten nach ihrer Geburt bereits getrunken, als hätte sie nie etwas anderes gemacht.
      Liegt auch ein wenig am Kind.
      Üben kann man dann, wenn das Kind da ist, wobei üben das falsche Wort ist. 🤔
      Eher “einstimmen” oder “den Takt finden”. 🙂

      Das einzige, was Du im Vorfeld tun kannst ist: Dich nicht verrückt machen. 🙂
      Denn das ist was ganz natürliches und klappt schon…😊 😘

  4. Ich hab für mich die beste Lösung so gefunden: Nimm, was kommt. Als ich nach Jahren endlich schwanger wurde und mich mein Frauenarzt fragte (so von wegen Risikoschwangerschaft ab 35 🙄🙄🙄), ob wir eine Nackenfaltenmessung/Fruchtwasserpunktion ö. Ä. haben wollen, um zu wissen, ob das Kind eventuell behindert werden würde.

    Haben wir nicht gemacht.

    Und genauso hab ich es auch mit dem Stillen gemacht. Ich hab es versucht (und bin auch ein Flaschenkind der 80er gewesen), wirklich versucht. Und als ich merkte, wie sehr mich der Druck und Stress von außen (wenigstens nicht von Schwieger- und eigener Mutter — 1x still-, 1x Flaschen-erfahren) gestört hat und ich mir selber immer mehr Druck gemacht hab, hab ich mich wieder an die Devise von oben gehalten. Nimm, was kommt. Und es kam keine Milch mehr. Klar hätte ich mich und meine Kinder wochen- und monatelang durchquälen können. Aber ich wollte nicht. Für mich war es ein Segen, als ich auf die Flaschenmilch zurückgreifen konnte und meine Kinder endlich satt wurden. Und ich hab die Entscheidung nie bereut. Ich hab so lange gestillt, wie es für uns ging. Und dann eben nicht mehr. Ich hab genommen, was kam, und bin mit zwei gesunden glücklichen Kindern belohnt worden.
    Ich glaube, man sollte sich für die für einen selbst passende Variante entscheiden, dann danach leben und sich nicht immer fragen, was gewesen wäre, wenn… schließlich ist es der eigene Körper, sind es die eigenen Kinder und ist es die eigene Entscheidung.

    Es hat eine Weile gedauert, bis ich selbst zu dieser Erkenntnis gekommen bin. Ich bin dankbar, so unendlich dankbar für meine Kinder. Und natürlich will ich nur das Beste für sie. Und für uns war eben die Flasche das Beste. ☺️☺️☺️

    1. 👏👏 Danke für Deinen wundervollen Kommentar. ❤

      Da hast Du ja auch eine nicht ganz komplikationslose Stillzeit hinter Dir.
      Umso schöner zu lesen, dass Du im Reinen mit Dir bist. 🍀
      Ich habe es in meinem Umfeld sehr oft mitbekommen, dass die Frauen nach der Entscheidung, die Flasche geben zu müssen, unheimlich gelitten haben und mit sich gehadert haben.
      Das ist traurig, weil es -wie Du schon sagst- zum grossen Teil selbst auferlegter Druck und damit Leid ist.
      Der Weg den man mit seinem Kind geht, ist einmalig. ❤

  5. Liebe Düse, liebe Nadiine, liebe alle,
    vielen Dank für das spannende Thema und den offenen Erfahrungsaustausch. Bei mir war es so, dass ich beim ersten Kind am Anfang total skeptisch war, ob das mit dem Stillen klappen würde – und war umso überraschter, dass es so ziemlich das einzige war, was in der sehr chaotischen (Schrei-)Babyzeit halbwegs gut geklappt hat. Mittlerweile bin ich schon am Ende der Stillzeit vom zweiten Kind und bin darüber tatsächlich etwas traurig… Meine gesamten Stillerfahrungen haben ich vor kurzem in diesem Blogpost festgehalten: https://meine-eltern-zeit.blogspot.de/2018/01/stillen-abtill-erfahrungen.html
    Viele liebe Grüße,
    Anne

    1. Liebe Anne!
      Hach… ich konnte in deinem Artikel sehr gut mitfühlen. ☺
      Als sich meine erste Tochter abgestillt hat, war ich bereits mit der Kleinen schwanger und wusste, dass ich schon bald wieder stillen würde.
      Und nun ist der Abschied schon schwer.
      Wir wollen zwar irgendwann gerne noch ein 3. Kind, aber wer weiss, ob dass dann klappt?
      Ich hätte z.B. auch nie gedacht, dass ich mal eine Langzeit Stillmama werde.. im Gegenteil. 🙈
      Aber wie Du schon so treffend schreibst… Alles kommt anders, als man es sich vornimmt.

      Das Schreibaby-Thema kennen wir ja auch… und da scheint die Brust wirklich ein “Wundermittel” zu sein.

      Vielen Dank für das Teilen Deines Beitrags ❤

  6. Den Gedanken “Erst einen Kaiserschnitt und dann klappt noch nichtmal das Stillen” kenne ich zu gut. Euer Thema passt super, mein nächster Blogeintrag sollte eh zum Thema Stillen sein. 😀 Ich hoffe ich schaffs bis zum 22. 🙈
    Toll geschrieben übrigens. Und die Vorstellung mit der Wiese und dem Frieden zwischen Frauen hatte ich auch schon…. ist so ne Vorstellung wie Weltfrieden. 🙈🙈🙈 Hach, es könnte alles so einfach sein…
    Ich für meinen Teil setz mich gerne dazu auf diese Wiese. 😉

    1. Oh wie schön… Danke Dir für Deinen lieben Kommentar. ❤
      Komm, ich reiche Dir ein paar Gänseblümchen. 😊🌼

      Ätzend mit uns Frauen, oder?
      Es wäre wahrscheinlich zu einfach, wenn das Zusammenleben halbwegs harmonisch wäre. 😏
      Ob das wohl irgendein evolutionstechnisches Ding ist? 🤔

      Ich würde mich riesig freuen, wenn Du mitmachst und Deine Erfahrungen mit einbringst. 😊👏

      Eigentlich total bekloppt mit der Assoziation von Kaiserschnitt und Stillen, oder?
      Aber ich habe mich auch echt komplett als “Versager” gefühlt. Zumal wir bei unserer ersten Tochter ja auch eine lange Kinderwunschbehandlung durchmachen mussten.
      Ich habe meinen Körper regelrecht “gehasst”, dass er nichts alleine auf die Reihe bekommen hat.
      Dabei hat er mein Kind heranwachsen lassen… wievielen Menschen bleibt dieses Glück verwährt?
      Aber das sieht man in dem Moment dann nicht… 😏

      Darauf flechten wir uns erstmal einen Haarkranz aus Blumen 😆😂😊💮

  7. Schön geschrieben! Ich habe mir darüber nie Gedanken gemacht sondern habe einfach los gestillt vom ersten Moment vom ersten Kind! Kein einziges meiner 4 Kinder hat sje eine Flasche bekommen, sie warn Flaschenverweigerer, also selbst wenn ich mal nicht da war haben sie lieber die Milch gelöffelt . Ich habe 4 Kinder gestillt, 1 Kind 18 Monate, 2Kind 2 Jahre, 3 Kind fast 3 Jahre u. Nr. 4 ist 18 Monate u. denkt auch noch nicht ans Aufhören. mal sehen wie lange sie stillen möchte und sie war ein Prematur und dysmatur Baby, also Frühchen und zu leicht und klein für die Schwangerschaftswoche, hatte 1800g bei der Geburt(36SSW), hat aber vom ersten Moment an gestillt wie eine Große und nur 3Tage zusätzlich Sondenmilch(Muttermilch aus der Milchbank übrigens) bekommen.
    Ich weiß ich hatte das Glück das es nie ein Problem gab, keine wunden Brustwarzen, nur einmal eine Brustentzündung und natürlich jedesmal einmal zerbissene Brustwarzen wo die Zähne kamen.Aber ich akzeptiere auch jede Mama die die Flasche gibt,also ich gesell mich gerne mit auf deine friedllche Wiese!

    Lg aus Norwegen
    Ina

    http://www.mitkindimrucksack.de

  8. Ein wahnsinnig toller Beitrag! Ich denke die Probleme mit Motalaposteln und Mütter Mafias kennen wir alle. Kaum äußert sich einer nicht deren Erwartungen entsprechend wird man beleidigt und in Grund und Boden beschimpft. Dabei muss jeder wissen was für ihn das richtige ist.
    Ich für meinen Teil hätte sehr gerne gestillt doch die Pflegekräfte auf der Intensivstation stellten mir keine Steine sondern Felsen in den Weg. Aber mit Flasche ist ja auch alles gut gegangen 🤷
    Von dem her plädiere ich für jeder soll es selbst wissen und so machen, wie er es richtig empfindet. Niemand der sich mit stillen unwohl fühlt soll es tun und umgekehrt genauso wenig nur weil irgendwelche sozialen Aspekte das eine oder andere abverlangen

  9. Wow. Hut ab. Das hätte ich nicht geschafft. Wahnsinn. 💖
    Ich hab drei Kinder und jedes Mal war es anders.
    Nummer 1 6 Wochen gestillt
    Nummer 2 1,5 Jahre
    Nummer 3 8 Monate
    Nicht nur bei jeder Mama ist es anders scheinbar auch mit jedem kleinen Zwerg. Ich liebe Stillen, ich finde es wunderschön und zauberhaft aber ich bin jetzt nach Kind 3 auch ganz super glücklich meinen Körper wieder ganz für mich zu haben.
    Liebe Grüße Anja

  10. Ich habe immer gehört „stillen ist so ein intensives und schönes Gefühl“ und ja, fand ich auch aber leider konnte ich meinen Großen nur drei Monate stillen und die Zwillinge sogar nur acht Wochen. Vielleicht lag s auch an unserem Kinderwunschweg mit icsi – also den Hormonen oder ich war nicht ehrgeizig genug. Ich weiß es nicht. Ich denke persönlich, Muttermilch ist das Bestw für das Kind aber wenn es aus irgendwelchen Gründen nicht klappen sollte, dann darf sich die Mama auch keine Vorwürfe machen.

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