25 + 0 ODER: Asphaltflechte ODER: Wer später bremst, ist länger schnell ODER: Gerade nochmal gutgegangen…

25 + 0 ODER: Asphaltflechte ODER: Wer später bremst, ist länger schnell ODER: Gerade nochmal gutgegangen…

 

Gestern bin ich zu meinem ersten (ausserplanmässigen) CTG sowie einer eher unlustigen Abendgestaltung in Form von “Kreißsaalbesichtigung deluxe” gekommen.

Nachmittags sind wir in ein Shopping-Outlet Center bei uns in der Nähe gefahren.
Auf dem Weg zurück zum Auto hatte ich Tiffy an der Hand (nachdem sie erstmal ihre Oma, die wir dort getroffen haben, inklusive aller “Aahs” und “Ooohs” und Küsschens und Hoch-und-runters und “sitz doch mal still!” und “GuckdochmalhierunddaundkommmalzurOmaherwarumläufstdudennweeeeg?” verarbeiten musste. 😉).
Herr Düse hat den Buggy inklusive aller Tüten und Taschen nebenhergeschoben.

Mitten auf dem Weg fiel Tiffy dann ein, ihr Tempo zu beschleunigen (Vefolgungswahn. ganz klar. 😉) – und zwar zwischen meinen Beinen.
Ich stolperte, fing mich… habe es aber nicht geschafft, stehenzubleiben sondern stolperte irgendwie weiter und flog in hohem Bogen mitten auf den (natürlich rappelvollen) Marktplatz.
Da lag ich dann und wollte im ersten Moment gar nicht wieder aufstehen, so peinlich war mir das.
Tiffy fing sofort an zu weinen, weil sie sich so erschrocken hat und noch in der selben Sekunde kam ein junger Typ, der mich fragte, ob alles ok sei.
Erst da habe ich dann gemerkt, dass ich nicht nur mit Knien und Händen “gebremst” habe, sondern auch seitlich mit dem Bauch.
Nach einer kurzen Rast auf einer Bank mit Tiffy-Tröstung (Sie schluchzte mittlerweile nur noch “AUAAUA” und “Tatütata” vor sich her) und Schadensbegutachtung (das erste Mal seit schätzungsweise 15 Jahren wieder ein aufgeschlagenes Knie) haben wir dann den Heimweg angetreten.
Ich hatte glücklicherweise keine Schmerzen oder Blutung, alles war soweit ok.

… Und dann kam Google.

Man sollte eigentlich meinen, ich müsste es aus meiner ersten Schwangerschaft besser wissen-aber irgendwie hatte ich ein ungutes Gefühl und ein kleines Stimmchen sagte mir: “Komm schoooon… Es wird dich beruhigen zu lesen, dass Du nicht sofort zum Arzt musst. Das Dein Babymädchen sicher geschützt ist. Das alles halb so wild ist und Du den Abend sorgenfrei geniessen kannst…”

Nunja. Fast.
Ich sag es mal so:
45 Minuten nach meinem letzten Seitenaufruf haben wir dann die Klingel zur Kreißsaaltür gedrückt.

Es war ein sehr emotionaler Moment, wieder durch die Tür zu gehen.
Hier wurde meine Tiffy vor gerade mal 1,5 Jahren geboren.
Meine Tiffy, so klein und zart und zerbrechlich und jetzt lief sie den Gang neben mir an der Hand entlang.
Beinahe hätte ich vor lauter Bewegtheit angefangen zu weinen, aber ich hatte zu viel Schiss um unser Babymädchen.

Die Hebamme war sehr, sehr nett.
Sie hat mir die erste Angst genommen, mit Tiffy geschäkert und mich ans CTG angestöpselt.
(Was erstaunlich gut aufgezeichnet hat für diese frühe Schwangerschaftswoche)
Leider hat sich alles seeehr in die Länge gezogen, weil an diesem Abend sehr viel los war im Kreißsaal (Wollen wohl ganz viele Osterbabys zur Welt kommen 😊) so dass wir schlussendlich erst um 22:20 Uhr (nach 1:45 Stunde) eine Ärztin zu Gesicht bekamen.
Die war aber auch sehr nett, hat ausführlich geschallt, sich die Plazenta und unser Babymädchen ganz genau angeschaut und Entwarnung gegeben.
Alles gut.
Puuuuuh.

Den Punkt “24 Stunden zur Beobachtung dableiben” haben wir dann verhandelt und und auf “Wenn was ist, komme ich sofort” reduziert.
DAS wäre definitiv zu viel an dem Tag für mich gewesen.
Ich war doch noch nie von Tiffy getrennt 😳
Klar, wenn es akut und nötig gewesen wäre…
Aber wir haben uns durch die Blume verständigt, die Ärztin und ich.
Wir haben quasi ganze Blumensträuße von links nach rechts gereicht. 😉

Um 23:15 Uhr haben wir das Krankenhaus dann wieder verlassen.
Mit einem gut gelaunten (!!!!!!!!!!) Kleinkind an der Hand, dass sich unendlich über das Paar blaue Einweghandschuhe aus dem Untersuchungszimmer sowie dem CTG Einweggurt freute.
Den ganzen Abend über war sie total entspannt, hat in ihren Büchern gelesen, auf dem Stillkissen der Untersuchungsliege gekuschelt, mit der Hebamme Späßchen gemacht und war rundum zufrieden.
Hat halt auch mal Vorteile, so ein “Abend- und Nachtaktives” Kind zu haben. 😊
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(Und in Zukunft lasse ich das mit den Stunts. Ist glaube ich besser so.)

  1. Ja, da hast Du Recht.
    Bin bei sowas ansonsten immer eine Spur zu zurückhaltend und mach mir lieber 3 Wochen Sorgen, anstatt es direkt abklären zu lassen und dann Ruhe zu haben. Deswegen bin ich richtig froh, das wir in die Klinik gefahren sind. Ich hätte sonst wirklich keine ruhige Minute gehabt. 😖
    Danke! 😉
    Ich hoffe, ihr hattet auch ein schönes 1. Osterfest zu 3. 😊

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