WMDEDGT 05/2018

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WMDEDGT 05/2018 ODER:
Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

WMDEDGT 05/2018

Mein Wecker klingelt an diesem Samstagmorgen bereits um kurz nach 6.
Hoch die Hände, Wochenende.
Wegen des Feiertags letzte Woche müssen wir einen Tag unseres Lehrgangs am Wochenende nachholen.

Ich schäle mich also aus dem Bett (obgleich des Lernpensums und der Schulungsdauer der letzten Tage nicht ganz so beschwingt wie sonst), gebe meinen noch schlafenden Mädels einen Kuss (an den Mann komme ich leider aus Platzgründen nicht ran, deshalb einen imaginären Kuss für ihn 😉), mache mich fertig und schwinge mich auf, ins Abenteuer.
Ich habe eine wahnsinns Nachricht für alle, deren Zehennägel sich bei den Worten “Ruhrgebiet” und “Autobahn” wie die meinigen beginnen aufzurollen:

Ich habe das Ruhrgebiet bezwungen.

Kein Stau, keine Schweissausbrüche, keine Aggros.

Guess how?
Kommt näher…. noch näher.. ja, genau so: #flüster
Fahrt die Strecke mal an einem Samstagmorgen um 7.
Ich sage es euch, es ist ein wahrer Augenöffner.

Zum allerersten Mal seit 2 Wochen fahre ich die ORIGINALstrecke, die mein Navi mir vorschlägt.
Und das, ohne 10.000 Mal von der Autobahn geleitet zu werden.
Ich bin nahezu sprach- und fassungslos, wie nah das Trainingscenter eigentlich von uns ist.
In nur einer Stunde Fahrzeit bin ich am Ziel.

Natürlich nicht ohne die Blüte des Ruhrgebietes ausgiebig in seiner vollen Pracht zu bewundern, versteht sich von selbst. 😉
Ich sehe Dinge, die mir sonst aufgrund der vielen Stossstangen vor mir komplett verborgen geblieben sind.

Platz in der Sonne: Heute trage ich AUSNAHMSWEISE meine meine Lieblingsschuhe* <3 Ab nächster Woche werden dann wieder Pumps getragen. Bitte denkt euch die Socken weg. 😉

So kommt es, dass ich fast 1 Stunde zu früh am Trainingscenter ankomme.
Ich setze mich noch ein wenig draussen in die Sonne und geniesse es, einfach mal NICHTS zu tun.

Nach und nach treffen meine Kollegen ein und der letzte Schulungstag im Ruhrgebiet beginnt.
Thema heute: Security.
Wir werden von einem Polizisten durch den Tag geführt und bekommen sehr viel interessanten Input.


Das Teamwork funktioniert hervorragend und so sind wir schon eine Stunde vor der geplanten Zeit fertig und werden ins Wochenende entlassen.
Bei herrlichem Sonnenschein und 20°C verabschieden wir uns und ich mache mich zum vorerst letzten Mal auf den Weg durchs Ruhrgebiet nach Hause.
Ab Dienstag finden die restlichen 4 Wochen Training in Frankfurt statt.

Heute Nachmittag komme ich genauso gut durch wie heute früh.
Glück gehabt.
Meine Kollegen aus Frankfurt, die sich in entgegengesetzter Fahrtrichtung befinden, vermelden Stau.

Guckt mal bitte, was das Auto vor mir rechts unten hängen hat.
Könnt ihr es erkennen?
#lolbeimautofahren.
#genaumeinhumor.
Und bevor jetzt wieder selbsternannte Verkehrssherrifs ihre selbstgebastelte Moralkeule schwingen:
Ich habe mein Handy während der Fahrt tatsächlich nicht in der Hand gehabt.
#itsmagic.

Ich komme zu Hause an und die beiden Mädels begrüssen mich freundig mit “Mamiii! Mamiiii!”-rufen am Gartenzaun. <3
Mein Herz wird in diesen Momenten ja immer schwer und das schlechte Gewissen riesig:
Ich war nun fast 5 1/2 Jahre zu Hause und habe es so sehr mit den Kindern genossen.
Ich vermisse es und leide sehr unter der Trennung.
Nun hat die Insolvenz meines vorigen Arbeitgebers unser ganzes Leben einmal kräftig durcheinandergerüttelt und so kommt es, dass ich statt einer kurzen Wiederauffrischung nochmal ganz von vorne beginnen und damit auch (zum Glück nur für eine kurze Zeit) weitaus mehr tun muss, als ich jemals mit Kindern tun wollte.
Die Kinder verpacken das übrigens (im Gegensatz zu mir) super.
Das Gute daran: Es wird von Tag zu Tag weniger.
Der Lehrgang und die anschließende Einarbeitung sind die härteste Zeit.
Wenn ich anschliessend in meinem Teilzeitmodell mit 6 Einsatztagen / Monat angekommen bin, ist alles gut.
Bis dahin muss ich da wohl oder übel durch, durch die Mami Rufe am Gartenzaun.

Es wird erstmal ausgiebig gekuschelt und geknutscht und erzählt.
Meine Eltern und mein Bruder sind ebenfalls da und haben Mann und Kinder schon mit Kaffee und Kuchen versorgt; heute Abend wollen wir dann grillen.

Ich ziehe mich schnell um und setze mich dann mit einem Stück Kuchen und einem Berliner Kindl in die Sonne.
Nebenbei habe ich noch schnell eine Maschine Wäsche angeschmissen, den Kindern bis ins letzte Detail erklärt, was ich heute alles gelernt habe und den halben Sandkasten aus dem Wohnzimmer gesaugt. 😉

Die Männer bauen den neuen Spielturm im Garten weiter auf.
So ein Aufbau fällt ja eher unter die Kategorie “mehrwöchiges Großprojekt”.
Mein Vater macht noch ein flotten Spruch in Richtung “Was sitzt Du da eigentlich so faul in der Ecke rum?” und die Stimmung kippt ein wenig.
Um nicht komplett auszurasten, nehme ich mich für einen Moment aus der Situation und lege mich aufs Bett.
Ich habe gerade keine Kraft zum Streiten.
Die letzten 2 Wochen waren hart und wir haben noch nicht mal Bergfest.

Ich mache noch ein wenig Wäsche und anschliessend bereiten wir die Terasse für das Grillen vor.
Das Babymädchen wird zum “Tischdienst” eingeteilt und darf mit einem grossen Wassereimer und einem Putztuch bewaffnet den Tisch von Pollen befreien.

Mein Mann schafft es irgendwie, eine Bratwurstschnecke in unserem Gasgrill verschwinden zu lassen.
Mir, die die “Fire fighting procedure” aus dem Lehrgang bis ins Mark verinnerlicht hat, wird Angst und Bange.
Vor meinem inneren Auge sehe ich ein Flammeninferno.
Eine Bratwurstexplosion mit Millionen und Abermillionen kleinen Bratwürstchen.
Mangels Feuerlöscher schalten wir den Grill anschliessend einfach aus.
Die Wurst haben wir übrigens bis jetzt noch nicht wieder gefunden. 😉

WMDEDGT 05/2018

Beim Grillen bin ich ganz anspruchslos:
Ich brauche lediglich etwa 300 verschiedene Salate, 5 verschiedene Dips und eine möglichst große Auswahl an Backwaren. 😉
…. Und eine Bratwurst. Und Grillkäse.

Es gibt in unserem Bauabschnitt übrigens eine einziges Grundstück, dass noch nicht fertig bebaut ist, während wir anderen ja schon seit 2 Jahren hier wohnen. 
Ich brauche nicht gesondert zu erwähnen, dass dieses Grundstück direkt gegenüber von uns ist, oder? 😉
An besagter Baustelle wird jedenfalls mit einem Schaufelbagger gebaggert, dass man sein eigenes Wort nicht verstehen kann.
Es ist mittlerweile 19:00 Uhr und laut Aussage meines Mannes erklingt diese Geräuschkulisse bereits seit 07:30 Uhr heute morgen durchgehend.
Man versteht sein eigenes Wort in seinem eigenen Garten an seinem eigenem Esstisch nicht.
Die Bauherren stehen vor unserem Zaun, gucken uns auf den Esstisch und schaffen es nicht mal, Hallo zu sagen.
Von einem “Sorry für den Lärm, wir sind gleich fertig hier” oder irgendetwas anderem, was mich noch an den Anstand oder dem Respekt der Menschheit glauben lässt, ganz zu schweigen.
Ich bekomme einen Anflug von schlechter Laune und Kopfschmerzen.
Manche Menschen wissen es einfach, wie man sich in der neuen Nachbarschaft noch vor dem Einzug direkt beliebt macht.
Als sie gegen 19:30 Uhr endlich fertig sind, verspüre ich eine seltsame Stille in meinem Kopf.
Aaaaaaaaaaaaaaaaaah.

Nach der maßlosen Völlerei verziehen sich die Kinder auf die Couch.
Tiffy schläft innerhalb von wenigen Minuten ein, während das Babymädchen noch eine Folge von irgendeiner Sendung mit irgendeinem sprechenden Bagger schaut.

Meine Eltern gehen nach Hause und ich lege beide Kinder ins Bett:
Tiffy tragender- und schlafenderweise und das Babymädchen noch wach; sie folgt ihr aber auf dem Fusse ins Land der Träume.

Anschliessend lassen wir den Tag bei einer Folge “2 broke Girls” ausklingen.
Es könnte unter Umständen sein, dass ich dabei kurz, ich wiederhole, NUR KURZ, die Augen zu hatte.



Aber ich habe noch geguckt. 😛

Mit diesem Beitrag nehme ich Teil an der Tagebuchblogaktion “Was machst Du eigentlich den ganzen Tag” von Frau Brüllen.

Was habt ihr gestern gemacht?
Seid ihr auch Team “vor dem Fernseher-Einschlafer”? 😉

 

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