37 Wochen Babymädchen

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37 Wochen Babymädchen
(24.3.-30.3.2016)

“An diesem Morgen werde ich lächeln wenn ich dein Gesicht sehe
und lachen,
auch wenn mir nach weinen zumute ist.
An diesem Morgen lasse ich dich deine Kleider selbst aussuchen und sage dir wie perfekt es aussieht.
An diesem Morgen werde ich die schmutzige Wäsche liegen lassen und mit dir in den Park zum Spielen gehen.
An diesem Morgen lasse ich das schmutzige Geschirr in der Spüle und lasse mir von dir zeigen, wie man dein Puzzle zusammenbaut.
An diesem Nachmittag werde ich das Telefon ausstecken, den Computer ausschalten und mit dir im Garten sitzen und Seifenblasen fliegen lassen.
An diesem Nachmittag werde ich dich nicht anschreien und werde nicht genervt sein wenn du schon wieder ein Eis willst, ich werde es dir einfach kaufen.
An diesem Nachmittag werde ich mir keine Sorgen darüber machen, was einmal aus dir werden wird, wenn du erwachsen bist.
An diesem Nachmittag werden wir Plätzchen backen und ich lasse sie ganz alleine von dir formen ohne es besser machen zu wollen.
An diesem Nachmittag gehen wir zu McDonalds und kaufen zwei Happy Meals damit wir beide ein Spielzeug haben.
An diesem Abend werde ich dich in den Armen halten und dir eine Geschichte darüber erzählen, wie du geboren wurdest und wie sehr ich dich liebe.
An diesem Abend werde ich dich in der Badewanne planschen lassen und mich nicht über die Pfützen ärgern.
An diesem Abend darfst du ganz lange aufbleiben und wir sitzen auf dem Balkon und zählen die Sterne.
An diesem Abend werde ich mich ganz lange und ganz nah zu dir kuscheln und meine Lieblingsfernsehsendung verpassen.
An diesem Abend, wenn ich mit meinen Händen über dein Haar streiche während du betest, werde ich einfach nur dankbar sein für das größte Geschenk das Gott mir gemacht hat.
Ich werde an die anderen Mütter und Väter denken, die ihre vermißten Kinder suchen, die Mütter und Väter die an die Gräber ihrer Kinder gehen müssen, weil die Kinderzimmer leer sind, an die Mütter und Väter die in Krankenhäusern sitzen und zusehen müssen, wie ihre Kinder leiden und ihre Verzweiflung nicht hinausrufen dürfen.
Und wenn ich dir einen Gute-Nacht-Kuß gebe, dann werde ich dich ein bißchen fester halten, ein bißchen länger.
Dann werde ich mich bei Gott für dich bedanken und ihn um nichts bitten.
Außer einen weiteren Tag…
Wir wissen nie, ob Gott uns noch einen weiteren Tag gibt.”

(Verfasser: Unbekannt)

Dein Schlafverhalten:

Der Elternschreck ist umgegangen:
Wir haben die Uhren eine Stunde vorgestellt (wie die Gartenmöbel aka Eselsbrücke und so) und seitdem läuft nichts mehr rund.
Morgens schläfst Du jetzt gerne bis 10:00 Uhr und der Rest des Tages wird entweder in Murmeltier-Manier oder als Duracell Häschen verbracht… alles ist möglich, nichts ist gleich.
Ich verstehe zwar nicht, wie eine blöde Stunde den ganzen Tagesrhythmus so aus der Bahn werfen kann, als wären wir durch 7 Zeitzonen geflogen, aber was weiss ich denn ich schon.

Gefeierte Feste:

Ooooostern.
Er war da, der Osterhase.
Und neben den ~30 kg Schokolade, die er Deiner Schwester bei uns (und vorrangig natürlich bei allen Großeltern hinterlassen hat), hat er Dir doch tatsächlich auch etwas mitgebracht.
Einen neuen Schlafanzug (in zartrosa. Mit dem Bärchen mit dem Knopf im Ohr drauf. Einen verdammt guten Geschmack hat er, dieser Hase…) uuuuuuund für euch beide hat er doch tatsächlich und völlig unerwartet einen Bollerwagen mitgebracht.
Die erste Probefahrt fand gleich an Ort und Stelle statt; Du vorne-Tiffy hinten.
Eine neue Perspektive für Dich – es war so unfassbar süß, Dich vor Freude über den Fahrtwind juchzen zu sehen. 😍

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Was Du alles Neues kannst:

Robben.
Meine Güte, Du galoppierst ja nur so von dannen.
Was erwartet mich morgen?
Krabbeln?
Laufen?
Stabhochsprung?
Ich gebs’ zu, ich hatte auf ein fauleres Baby gehofft. 😆😉

Waschtag:

Seit langem haben wir mal wieder gebadet.
Jaja, beim ersten Kind gibt es noch feste Badetage, beim 2. Reden wir schon von Badequartalen. 😂🙈
Neben der allseits bekannten “Keine Zeit”-Problematik kommt hier bei uns auch noch die “Tiffy setzt das Bad Unterwasser und keiner hat Bock das anschliessend zu Putzen”-Problematik und die “kaltes Wasser nach 5 eingelassenen Litern”-Problematik zum Tragen.
Letztgenannte ist wirklich, wirklich ätzend.
Unsere Haus besteht aus 4 Wohnungen, insgesamt wohnen hier 11 Leute unter einem Dach.
Der Boiler für die Warmwasserbereitstellung ist (ich tippe ganz stark darauf, dass hier zulasten der Bewohner und zugunsten der Kostenoptimierug beim Bau agiert wurde) gefühlt auf ca. 0,5 Bewohner zugeschnitten.
Anders kann ich es mir jedenfalls nicht erklären, dass ich eigentlich nie warm duschen kann (ich bin morgens wohl die Letzte und den beissen ja bekanntlich die Hunde…) und für die komplette Befüllung der Badewanne noch 5 Wasserkocherfüllungen heisses Wasser sowie 10 Unterbrechungen des laufenden Wasserhahns benötige.
Nunja.
Wir haben es mal wieder getan.
30 Minuten Einlauf-Dauer für 12 Minuten ungetrübten Badespass.
Und anschliessend war ich kurz davor, einen Bautrockner für unser Badezimmer zu ordern.
Das reicht jetzt auch erstmal wieder bis August. 😉

Dein Essverhalten:

Brei hat momentan mal wieder Ober-Flaute, ich schmeisse 3x soviel weg wie Du überhaupt isst.
Nach maximal 4 Löffeln kneifst Du Mund und Augen zu und schüttelst den Kopf.
Meist geht dann aber noch ein halbes Obstgläschen hinterher.
Neulich habe ich Dich in der Hoffnung auf einen Augenöffner von unserem Teller vom Kartoffelpüree probieren lassen.
Kam aber auch nicht wirklich besser an.
(Dabei ist das SO. LECKER.!!)

Wenn Du wütend bist:

Reisst Du Dir den Schnuller aus dem Mund und wirfst ihn im hohen Bogen weg.
Gerne Nachts.
Wenn Du doch VIEL LIEBER gestillt werden möchtest.
Der Fussboden vor Deinem Beistellbett gleicht morgens einem Schnullerfriedhof.

Frechdachs-Alarm:

Du fliehst.
Mit voller Absicht.
Vor Deiner eigenen Mutter!!!
Neulich habe ich Dich dabei erwischt, wie Du Dir ein Stückchen Kekskrümel von Tiffy in den Mund stecken wolltest.
Ich schüttelte mahnend meinen Zeigefinger und sagte: “Nein, nein, nein – Babymädchen! Das darfst Du noch nicht!”
Deine Antwort?
Du lachst Dich kaputt, umschließt die Beute mit der Hand und robbst schnell in die entgegengesetzte Richtung.

Dein Gewicht:

8490g

Deine Größe:

74cm

Deine Kleidergröße:

74

Deine Windeln:

Pampers Babydry Größe 4

Mama Facts:

Mamas Gefühlswelt:

In Aufruhr & diese Woche sehr “nass”.

– Die Schwiegerfamilie.
Muss ich noch mehr sagen?
Wir hatten mal wieder eine tränenreiche und schlaflose Nacht. 😑

– Von meinen Kollegen sehe ich bei Facebook in letzter Zeit so viele Bilder wie noch nie aus Miami, New York, Mexiko….
Mein letzter Flug vor dem Beschäftigungsverbot in der Schwangerschaft mit Tiffy war im Januar 2013.
Das sind über 3 Jahre.
3 Jahre ohne Kerosin in der Nase, 3 Jahre ohne Layover, 3 Jahre ohne Leben aus dem Koffer.
Ich fühle mich so…. raus, wenn ich mich durch die Bilder meiner Kollegen klicke.
Als ob ich nicht mehr dazugehöre.
Ich merke, dass ich seitdem meine Kinder auf der Welt sind, ein anderer Mensch geworden bin.
Aber was für einer?
Weder Fisch noch Fleisch.
Alles ist so merkwürdig fremd geworden.
Ich bin traurig.
Und irgendwie schaffe ich es zeitgleich, meinen Job so wahnsinnig doll zu vermissen und es mir andererseits so gar nicht vorstellen zu können, jemals wieder loszulegen.
September 2017.
I’ll be back.

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Bild: Pixabay.com

– In den Tiefen des www bin ich über einen Blog gestolpert, der mich sehr mitgenommen und aufgewühlt hat.
Ich konnte während des Lesens nicht mehr aufhören zu weinen und ich habe meine Mädchen geküsst und einfach festgehalten.
Mika… auch hier wird unbekannterweise eine Kerze für Dich entzündet.
Du hast mit Deinen winzig kleinen Füßen tiefe Abdrücke hinterlassen.

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Bild: Pixabay.com

Mamas Körper:

Fu#$ dreck Allergie-Sch$#@!#!
…” Und es geht schon wieder loooohoooos….”
Nach allen einschneidenden hormonellen Ereignissen hoffe ich, dass meine Allergien weniger werden (Pubertät, Schwangerschaft, Geburten…) – aber ätschebätsch, Pustekuchen – schon wieder ist Frühling und schon wieder sitze ich mit dick geschwollenen Augen und tiefender Nase hier und verfluche die Pollen.
Hübsch.
Ganz hübsch.

Mamas Gewicht:

Noch 1,1 kg bis zum Pre Schwangerschaftsgewicht.

8 Kommentare

  1. “Ich gebs’ zu, ich hatte auf ein fauleres Baby gehofft. ” JA! Aber wenn man sowas erwähnt “Sei doch froh, dass ….” ><
    Schön zu wissen, dass meine nicht die einzige ist, die kackendreist vor Mama flieht, wohl wissend, was angestellt zu haben 😉 Und dann sind sie dabei auch noch soooooo süß <3

    1. Ja, das bekomme ich auch immer gesagt 🙈
      Aber ich meine es Ernst, ich wäre nicht böse drum gewesen, wenn sie einfach noch ein kleines bisschen länger liegen geblieben wäre 🙈

      Deine also auch… 😉
      Mit allen Wassern gewaschen…Und das in so jungen Jahren… Wo soll das noch hinführen?? 😂

  2. Du hast mir heute den Bürovormittag “versaut”, ich musste Mikas Blog wie zwanghaft durchlesen, heulen und den Kleinen drücken (der Mika auf seinen Bildern auch noch so ähnlich sieht). Dann war nichts mehr mit Arbeit!

    1. Genau so geht es mir auch…
      Jedes Mal, wenn ich weiter gelesen habe, konnte ich nicht aufhören zu weinen.
      So ein kleiner Mensch hat so viel erleiden müssen.😢
      Kein Kind sollte vor seinen Eltern gehen müssen…

    1. 😢
      Ich wollte dich nicht zum weinen bringen.
      Mika wird niemals vergessen sein.

      Es ist wirklich so unfassbar schlimm, was ihr erleben müsst.
      Mir fehlen die Worte. 😢
      Ich habe bei jedem Deiner Blogeinträge geweint.
      So ein tapferer kleiner Engel mit so verdammt starken Eltern.

      Ich habe neulich ein Tattoo gesehen, was ich sehr treffend finde:”We only part to meet again…” stand darauf.
      Eines Tages werdet ihr euch wiederhaben. Ganz bestimmt.

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