Der kleine Vampir Buch

Rezension: Der kleine Vampir

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Hände hoch, wer kennt ihn noch?
„Der kleine Vampir“ alias „Rüdiger von Schlotterstein“ hat mich schon in meiner Kindheit für eine lange Zeit begleitet; euch doch mit Sicherheit auch, oder?

Nun freue ich mich sehr darüber, dass ich jetzt, viele Jahre später, mit meinen eigenen Kindern erneut mit Familie Schlotterstein auf Lesereise gehen darf.
„Der kleine Vampir“ darf meiner Meinung nach in keinem Bücherregal fehlen und aus diesem Grund möchte ich euch mein persönliches Lieblingskinderbuch an dieser Stelle gerne vorstellen.
Der Rowohlt Verlag hat mir zu diesem Zweck netterweise ein kostenfreies Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Buchrezension: Der kleine Vampir

Der kleine Vampir Buch

Anton Bohnsack ist ein ganz normaler, 9 jähriger Junge, der gemeinsam mit seinen Eltern in einer Wohnung lebt und für sein Leben gern Vampirgeschichten liest.

Eines späten Abends, seine Eltern waren zu diesem Zeitpunkt ausgegangen, machte Anton es sich gerade gemütlich, um sich heimlich einen Krimi im Fernsehen anzuschauen.
Doch er bekam unerwarteten Besuch:
Auf seinem Fensterbrett am geöffneten Fenster saß plötzlich ein Vampir!
Vampire, dass sind doch furchteinflößende Kreaturen, die sich ausschliesslich von Blut ernähren und alle Menschen mit ihren spitzen Eckzähnen beissen und ebenfalls zu Vampiren machen.
…Oder?

Nein, dieser Vampir war so gar nicht, wie Anton sie aus seinen Büchern kannte.
Er stellte sich als „Rüdiger von Schlotterstein“ vor und sah überhaupt nicht so aus, als wäre er schon hunderte von Jahren alt.
Wäre er nicht so blass, würde einen schwarzen Umhang tragen und etwas modrig riechen, könnte man fast meinen, Rüdiger wäre ein ganz normaler Junge in Antons Alter.
Nicht nur das:
Denn statt ihn mit seinen spitzen Eckzähnen zu beissen, plündert er lieber Antons Büchersammlung.
Die ungleichen Jungen teilen nämlich die selbe Vorliebe:
Schaurige Bücher, am Liebsten natürlich mit Vampiren in der Hauptrolle.

Eine aussergewöhnliche Freundschaft

Diese erste Begegnung ist der Beginn einer aussergewöhnlichen Freundschaft zwischen Anton und dem kleinen Vampir.
Fortan besucht Rüdiger Anton immer öfter und die beiden erleben viele spannende Abenteuer zusammen. Schließlich taucht auch noch Anna, Rüdigers kleine Schwester, auf und verliebt sich in Anton.
Weder Antons noch Rüdigers restliche Familie dürfen jedoch von der Freundschaft erfahren – was so manche lustige, schaurige und natürlich auch gruselige Momente mit sich bringt.

Anton findet sich beispielsweise eines Tages Nachts in Rüdigers Sarg wieder, während wenige Schritte entfernt gerade die durstige Tante Dorothee erwacht…
Unterdessen wollen Antons Eltern seinen „merkwürdigen Freund“ gerne kennenlernen.
Anton arrangiert ein Treffen mit seinem Klassenkameraden Udo, den er seinen Eltern als Rüdiger von Schlotterstein vorstellt.
Die beiden fliegen jedoch auf und Antons Eltern schöpfen Verdacht…

Um die Neugierde der Eltern zu stillen, kommt es einige Zeit später doch noch zu einem richtigen Treffen zwischen den Vampirgeschwistern Anna und Rüdiger sowie Antons Eltern.
Übertrieben geschminkt, mit ihren Vampirumhängen und dem Duft von „Mufti eleganti“ erscheinen sie abends um 20:00 Uhr beim Familie Bohnsack zum Kaffeetrinken.
Ob Antons Eltern nach wie vor glauben, dass Rüdiger und Anna lediglich zwei Kinder sind, die sich gerne als Vampire verkleiden…?

Meine persönliche Bewertung

Der kleine Vampir hat auch fast 40 Jahre (!) seit seiner Erstauflage nichts an Aktualität eingebüßt und ist ein zeitloser Klassiker, den Kinder lieben.
Besonders schön finde ich, dass das Buch eine große Altersspanne anspricht.
So ist bereits meine 4,5-jährige Tochter begeisterter Vampir-Fan, die Reihe eignet sich jedoch ebenso gut für ältere Selbstleser.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Anton erzählt, wodurch die Kinder sich sehr gut mit ihr identifizieren können.
Theoretisch könnte es ja sein, dass eines Tages ebenfalls ein kleiner Vampir auf genau IHREM Fensterbrett sitzt.
(Ich selber habe ebenfalls jahrelang gehofft, dass er eines Tages auch auf meiner Fensterbank auftaucht… Falls meine Kinder eines Tages vampirischen Besuch bekommen, hoffe ich, dass sie mich dem kleinen Vampir vorstellen. Denn ich bin nach wie vor sein größter Fan!)

Die liebevollen Illustrationen in der aktuellen Auflage sind noch genau die, welche ich noch aus meiner Kindheit kenne:
Düster, aber nicht zu gruselig, kindgerecht aber auf keinen Fall kindisch.
Auf sprachlicher Ebene ist die Geschichte keineswegs überholt oder antiquiert, sondern lässt sich Seite für Seite flüssig und verständlich lesen. 

Wen das Vampirfieber gepackt hat, wird viel und vor allen Dingen lange Freude an der Bücherreihe haben: Insgesamt 21 Titel vom „kleinen Vampir“ wurden im Rowohlt Verlag veröffentlicht.
Ich selber kenne nur die Titel 1-8 (diese habe ich als Kind regelrecht verschlungen und hundertfach gelesen) und freue mich sehr darauf, in den nächsten Jahren gemeinsam mit meinen Kindern mit Anton, Rüdiger, Anna und all den anderen auf große Abenteuerreise zu gehen.
Immer und immer wieder.

Der kleine Vampir

Wichtige Charaktere: „Der kleine Vampir“

  • Anton Bohnsack, 9 Jahre alt, Vampirfan
  • Helga und Anton Bohnsack, Antons Eltern, glauben nicht an Vampire
  • Rüdiger von Schlotterstein, geboren 1810, der kleine Vampir
  • Anna von Schlotterstein, geboren 1812, kleine Schwester von Rüdiger, Beiname „Die Zahnlose“
  • Lumpi von Schlotterstein, geboren 1806, großer Bruder von Rüdiger, Beiname „Der Starke“
  • Tante Dorothee, Witwe von Onkel Theodor, welcher vom Friedhofswärter mit einem Holzpflock getötet wurde
  • Friedhofswärter Geiermeier, hat sich vorgenommen, den ersten vampirfreien Friedhof Europas zu betreiben
Verlag: rowohlt rotfuchs
Autorin: Angela Sommer-Bodenburg
ISBN: 978-3-499-20216-2
deutsche Erstveröffentlichung: Mai 1979
aktuelle Auflage: 53. Dezember 2017
empfohlenes Lesealter: ab 6

Das Buch bekommt ihr selbstverständlich beim Buchhändler eures Vertrauens; direkt im Onlineshop des Rowohlt Verlages oder beispielsweise hier*.

Kennt ihr den kleinen Vampir auch noch aus eurer Kindheit?
Hat er auch schon Einzug in eure Kinderzimmer gefunden?

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Der kleine Vampir

4 Kommentare

  1. Einer meiner Profs hieß Rüdiger mit Vornamen und ich musste wirklich jedes Mal an die Geschichten mit dem kleinen Vampir denken😂 Hab mich immer gefragt, ob der das auch kennt. Aber habe natürlich nie den Mumm aufgebracht ihn zu fragen 😉😂
    Ich fand als Kind übrigens auch diese Tv Serie vom kleinen Vampir toll 😊

    1. 😂😂😂
      Wäre bestimmt gut gekommen in der Vorlesung. 😁😁

      Die Serie hab ich ehrlich gesagt gar nicht mehr so present. Wir haben die auch geschaut (und auch gerne, dass weiss ich noch) aber an die Bücher kann ich mich auf jeden Fall weitaus intensiver erinnern.

      Damals gab es schon echt coole Sachen 😊

  2. Ich kenne das Buch, habe es selbst aber nie gelesen. Deine Beschreibung klingt aber sehr nett. Ich werde mal schauen, ob es das Buch in unserer Buchhandlung gibt. Dann könnte ich es gemeinsam mit meiner Kleinen lesen 😉
    Liebe Grüße, Simone

    1. Hallo liebe Simone,

      danke für deinen lieben Kommentar. 😊
      Die ganze Reihe ist wirklich toll, alle Kinder fahren voll drauf ab. 😊

      Viele liebe Grüße 🤗

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