Neue Zähne

Neue Zähne

Anfang der Woche war ich zum halbjährlichen Kontrolltermin inklusive Zahnreinigung beim Zahnarzt.
Meine Zahnärztin möchte Kinder so früh wie möglich angstfrei an den Zahnarzt heranführen und deshalb darf Tiffy mich immer begleiten.
Sie kann in der Kinderecke ein wenig spielen und wenn Mama fertig ist, wird anschliessend einmal in ihren Mund geschaut.

Nach dem Termin fuhren wir zur Oma um das Babymädchen, dass dort zwischenzeitlich gehegt und gepflegt wurde, abzuholen.
Tiffy berichtete voller Stolz: “Omaaaaaaa…. ich hab jetzt neue Zähne!!!”
Grosse Freude.

Keine 5 Minuten später entwickelte sich dann folgender Dialog:

Tiffy: “Kann ich bitte (ja, mein Kind ist unfassbar höflich 😉) ein Stück Schokolade haben?”

Opa: “Aber Du hast doch neue Zähne? Da kann man dann ja keine Schokolade essen!”

Tiffy: “Nein Opa, jetzt habe ich doch wieder alte Zähne!!”

Bild: Pixabay.com

45 Kommentare

  1. Kinderlogik XD Wobei ich ehrlich gesagt finde, ein Kind früh zum Zahnarzt mitzunehmen, hat nix mit angstfrei zu tun. Kann spätestens nach der ersten schmerzhaften Erfahrung trotzdem Angst entwickeln. Es kommt eben auch sehr darauf an, wie die Zahnärzte mit ihren (kleinen) Patienten umgehen.

    1. Das denke ich auch nicht.
      Ich glaube es geht in erster Linie darum, dass sie keine Berührungsängste vor dem Stuhl haben und nicht alles so fremd ist.
      Die Angst kommt denke ich automatisch sobald das erste Mal gebohrt o.ä. werden musste.
      Ich erinnere mich da auch noch an mein traumatisches Zahnarzterlebnis als Kind. 🙈
      Mein Schwiegervater war die letzten Jahre bevor er in Rente gegangen ist, mein Zahnarzt- der ging auch (halbwegs) nett mit mir um… Ich hab trotzdem schon einen halben Herzinfarkt bekommen, sobald ich die Praxis betreten habe. 😉
      Nichtsdestotrotz finde ich es gut, dass bei den Kleinsten auch ab und zu drauf geschaut wird… Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Milchzähne schon in jungen Jahren kariös sind 🙈

      1. Klar, drauf schauen auf jeden Fall. Ich bin ein großer Freund davon, dass das Kind dann aber auch schon in Ansätzen Zusammenhänge verstehen kann. Weswegen wir sie auch erst später mitnehmen werden, aber dann wirklich regelmäßig. Zum Glück putzt sie gern von allein und lässt uns auch zeigen, wie es geht bzw. bei ihr vorsichtig machen.

        1. Zähne putzen ist hier glücklicherweise auch mit relativ wenig Theater verbunden 😊
          Neulich hatten wir nur eine Zahnpasta, die “nicht schmeckt”… Aber ansonsten putzt erst sie und ich dann nochmal hinterher 😊

          1. Ich glaube, das hängt auch viel von der Herangehensweise ab. Wenn man das gleich von Anfang an unter Zwang macht (am besten mit festhalten, Mund aufhalten usw.), dann ist die Bereitschaft dafür das später selbst zu machen vermutlich geringer, als wenn man es am Anfang entspannter angeht. Ich frag sie immer, ob ich ihr helfen darf. Dann macht sie auch den Mund auf und alles. Da grad alles durch will grad, werd ich mich hüten da groß rumzuscheuern. Ich putze immer mit ihr zusammen, so dass sie mir zusehen kann (oder so wie gestern bei mir putzen kann und es dann versucht bei sich nachzumachen 🙂 ).

          2. Genau! Das finde ich so fruchtbar… Wie soll man seinem Kind denn ein gesundes Körpergefühl vermitteln, wenn es schon beim Zähneputzen anfängt (gegen den Willen einen Gegenstand in den Mund stecken)
            So machen wir das auch. 👍
            Morgens stehe ich mit beiden Mädels und putze Zähne und ich frage dann beide “Darf Mama jetzt auch nochmal putzen?”
            Und bevor sie nicht ihr ok gegeben hat, werde ich mich hüten.. 😉

            Oh, bei Dir putzen war bestimmt auch toll.
            Wo hast Du hinterher überall Zahncreme gehabt? 😂😂

          3. Ne gar nicht. Dinge anderen in den Mund stecken kann sie sehr gut (füttert einen auf mit Löffel). Cool war, dass sie die richtigen Bewegungen zuim Bürsten bei mir gemacht und dann versucht hat bei sich zu machen.

          4. Ich lass sie ja schon lange genug zusehen. Hab sie seit sie ca. 10 Monate ist immer zusehen lassen. Sie mit ihrer Zahnbürste dabei und ich hab meine Zähne geputzt. Dann hat sie so ein Waschbecken zum an die Badewanne klemmen bekommen. Da liegt immer ihre Zahnbürste, so dass sie jederzeit ran kann.

          5. Ich habe neulich irgendwo mal einen Spruch gelesen, den ich sehe treffend fand: “Kinder machen nicht dass, was wir Ihnen sagen, sondern dass, was wir tun!”
            Und das stimmt.
            Ich lasse die Kleine auch immer am “Rudelputzen” teilhaben und sie “putzt” mit Passion alleine. 😊
            Sie zeigt sogar von unten schon auf die Zahnbürste.
            Die Idee mit dem Mini-Waschbecken ist super. 👍
            Ist das dann quasi in der Badewanne?

          6. Genau, es gibt welche zum dran hängen. Wir haben das von Big passend zum Bobby Car. Der Spruch ist klasse, muss ich mir merken.

          7. Danach schauen ich direkt mal. 😊
            Danke für den Tipp! 👌

            Ja, fand ich auch direkt, als ich ihn gelesen habe 😊

  2. Ja, der Umgang mit den Patienten. Mein erste Füllung brachte bei mir eine Standpauke vom Zahnarzt ein. Auch als Erwachsene, sogar mit Bekanntgabe einer Phobie, wurde ich persönlich angegriffen und verurteilt- und ging danach wieder nicht hin. Zum Glück ist mir dieser Kreislauf aufgefallen und kann mich inzwischen dagegen behaupten.

    1. Irgendwie sehen gerade Zahnärzte oft eben nur das Geld, dass man bringt und nicht den Patienten. Ist meine Erfahrung. Ich war wirklich seit Jahrzehnten nicht mehr beim Zahnarzt, habe allerdings auch so keine Probleme mit den Zähnen. Und nur zur “Kontrolle” geh ich nicht. Mehr als einmal wurde dann so lange an einer Füllung gepult, bis sie beschädigt/raus war (nur kannste als Kind/Jugendliche da nicht viel sagen).

      1. Irgendwie fällt das gerade bei Zahnärzten sehr auf, dass vieles Überteuert ist bzw. aufgeschwatzt wird.
        Offenbar gehört das zum Berufsbild. 😑
        Ich hatte den Fall erst neulich wieder:
        Statt einer neuen Füllung wollte man mir ein Keramikinlay aufschwatzen. Ich habe mich dann aber entschieden dagegen gewehrt und bin nun gespannt, wie lange die Füllung tatsächlich hält…

        Ich habe auch mal einige Jahre gesagt “Ich gehe nicht mehr zum Zahnarzt” – aus Angst… Offenbar geht das bei mir nicht. 🙈
        Es endete in einer Wurzelbehandlung und seitdem habe ich noch mehr Angst. 😑

    2. Ich habe zwar nie eine Standpauke vom Zahnarzt bekommen, aber Schiss ohne Ende habe ich trotzdem. Ich finde es furchtbar, so ausgeliefert zu sein, nicht sprechen zu können und ich bekomme dann fast immer einen schlimmen Hustenreiz, den ich permanent versuche zu unterdrücken. 😑

      Oh je… Das hört sich aber wirklich nach keinem sehr einfühlsamen Arzt an. 😐
      Hast Du mittlerweile einen Neuen?

      1. Ja natürlich. Das war ja als Kind . Aber leider bei bleibenden Zähnen. Dementsprechend streng bin ich beim Zähneputzen – möchte es ihr aber auch nicht verleiden, denn noch sind nicht alle Zähne da. Manchmal tut es ihr weh. Wie oft putzt ihr?

          1. Im Moment nur 1x am Abend, weil ich morgens nicht so durchsetzungsfähig bin.Sie darf auch erst alleine, dann wird nach geputzt. Das ganze bei Peppa Wutz.

          2. 😂😂😂 👍
            Offensichtlich sollte ich Peppa Wutz auch mal einführen… Bei uns gibt’s “Kleiner Trotro” – ich sage nur: Langstreckenflug 😉✈

  3. Ich sehe da auch viel Geschäftemacherei. Sohn 1 ist sogar zu einem extra Kinderzahnarzt mit Banane als Sitz und blabla gegangen. Es war alles ok, bis er sich eines Tages seinen wackelnden Milchzahn selbst herausziehen sollte, weil der andere Zahn schon drunter war. Was wohl als pädagogisch kluge Sache sein sollte, man gab ihm die Zange in die Hand. Er zog und hatte ihn in der Hand……er war regelrecht unter Schockstarre und schaute auf seine Hand mit Zange und Zahn….das werde ich nie vergessen. Im Grunde wäre der Zahn genauso ein paar Wochen später herausgefallen, nur hätte man es nicht abrechnen können……

          1. Da sieht man mal wieder, was eine gute Zahnhygiene ausmacht 😊
            Naschen alleine macht kein Karies!

            Wie hast Du sie denn an die Zahnseide herangeführt?
            Oder hast du das bei ihnen gemacht?
            Zahnseide ist ja von der Handhabung schon eher “Kategorie: Fortgeschritten”.😊

          2. anfangd habe ich es gemacht, und angefangen erst, als sie ihre permanenten Backenzaehne hatten.. .ich habe ewig Probleme mit den Zaehnen, das wollte ich ihnen ersparen😊

          3. Oh jaaaaa… Eine Wurzelbehandlung beispielsweise würde ich meinen Kindern auch gerne ersparen. Ist nicht so erstrebenswert 😉
            Ich kam mit Zahnseide irgendwie nie klar… Erst als ich diese “aufgefädelten” Dinger probiert habe, kann ich sie benutzen 😉

          4. Ohjeohjeohje…. 😱
            Mir hat als Kind mal ein Zahnarzt das Lippenbändchen weggeschnitten, weil ich eine grosse Zahnlücke vorne hatte.
            Hat natürlich nichts gebracht, ausser dass das mein Schüsselerlebnis zum Thema “Angst vor dem Zahnarzt” war.
            Ich war schlussendlich beim Kieferorthopäden und musste lange Spange tragen… Er bestätigte dann, dass das ein völlig überflüssiger (und veralteter) Eingriff war.
            Ich bin da auch etwas skeptischer als meine Eltern es waren und hole mir dann eher eine Zweitmeinung ein.

          5. Stimmt! 😉
            Jetzt müsste eigentlich der Reversetrend ausbrechen… Kieferorthopädie rückwärts… oder so. 😉

  4. 👍 an Zahnseide habe ich auch schon gedacht, weil die Kleine unten sehr eng stehend Zähne hat. Werde das testen…es gibt ja die Zahnseide inzwischen auch “am Stiel”.

      1. OK. Danke für den Hinweis. Ab wann kann man den elektrische Zahnbürsten benutzen? Ich finde die für “Putzfaule” oder schnell abgelenkte (Timer) ja ziemlich gut.

    1. Ja, genau die habe ich auch. Vorher konnte ich “normale” Zahnseide nie bedienen. Aber mit den Dingern funktioniert es wirklich wunderbar.😊👍

  5. Es ist so wichtig die Kleinen frühzeitig mit zum Zahnarzt zu nehmen. Die Eltern meines Kumpels waren mit ihm immer zum Familienzahnarzt. Mit seiner kleinen Schwester lief es dann auch so, sie spielte in der Ecke und die anderen Familienmitglieder saßen auf dem Stuhl beim Zahnarzt.

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