​48 Wochen Babymädchen 

Veröffentlicht von

48 Wochen Babymädchen 
(09.06.-15.06.2016)

Was Du liebst:

Unseren Kronleuchter.
Mit der wenig Handlungsspielraum lassenden Ansage: “DA! DA! DA!” navigierst du mich präszise wie ein Tom-Tom zum funkelnden Gebrömsel.
Und dann wird gefummelt. 😉

Meine Ohrringe
Die sind so wunderbar funkel-glitzernd, dass es einer Einladung gleichkommt, daran zu  ziehen und sie zu drehen bis sie schlussendlich rausfallen.
Ich warte auf den Tag, an dem mir das Ohrläppchen abreißt.

Feuchttücher.
Die Affinität war mir durchaus schon länger aufgefallen, aber auf den Punkt gebracht hat es meine Friseurin (bei der ich mit Dir auf dem Schoss sass. 3 Stunden. Was für ein relaxtes Mama-Leben.😬) “Ach, das habe ich schon  öfter gehört, dass manche Babys total steil darauf gehen, die Tücher auszulutschen.” Es hat also einen Namen.
Tücherauslutschsucht.
Ein wahrer Augenöffner.

Körperliche Gebrechen:

Very great Cinema:
Du hast seit 5 Tagen Durchfall.
Du isst gut, du trinkst gut, aber er ist da und weigert sich beharrlich, zu verschwinden.
Und das 3 Tage vor dem Urlaub.
Horrorszenarien in meinem Kopf:
Bestimmt ist es eine schwere Virusinfektion, die nur im Krankenhaus ausgeheilt werden kann.
Tropf, Infusionen, sterile Krankenhausbetten, Überwachungsmonitore, Du mittendrin.
Kurz bevor ich mir dann unseren mehrmonatigen Aufenthalt auf der  Intensivstation in allen Farben ausmalen konnte, schritt Herr Düse ein und holte mich auf den Teppich.
Am nächsten Morgen ging ich zum Arzt (Der mich übrigens nachdem sie 3 Tage Durchfall hatte, schonmal abgewiesen hatte. Trinken soll sie. Nuja, hat nichts geholfen.)
Tiffy war mit dabei und fiel direkt mit der Tür ins Haus.
Auf die Frage: “Na Grosse, wie geht es Dir?” antwortete sie ganz aufgeregt: “Das Babymädchen hat Durchfall!”
Zum Glück konnte der Doktor in Durchfall (“ein kleiner Infekt…”) und schrieb uns ein Medikament auf.
Die Intensivstation kann warten.

Reisevorbereitungen:

Da wir ja in diesem Jahr die Medaille für das schlechteste Timing zwischen Einzug und Urlaub verliehen bekommen haben (die wir hiermit allerdings direkt wortlos an unseren Bauträger weiterreichen), kam die Urlaubsvorfreude sehr ad hoc.
So trug es sich zu, dass ich, besser bekannt als “Quadruppel-Checklisten-10-Wochen-vorher-Einpackerin”, am Vorabend unserer Anreise mit lediglich einer halben (!!!) gepackten Sporttasche da sass.
Mein innerer Monk fuhr Breakdance.
Ich möchte nicht darüber reden, WIE furchtbar das für mich war.
Nächstes Mal packe ich 3 Wochen vor Abflug, das steht fest.
Spoileralarm: Wir haben unsere Mützen vergessen.

Mamas Körper:

Ich brauche endlich keine Stilleinlagen mehr, Hooorayyy!
Wir stillen zwar noch relativ viel, aber offensichtlich hat sich alles so gut eingependelt, dass alles da bleibt, wo es bleiben soll. 😉
Währenddessen bete ich heimlich, still und leise, dass mein Zyklus noch etwas da bleibt, wo er seit Monaten ist; in after-pregnancy-stillbedingter-Hormonpause.
Wenn ich auf eins Mal so GAR KEINEN BOCK habe, dann … ihr wisst schon… und das dann auch noch im Urlaub.

Erste Male:

Mit dem Ende dieser Woche beginnt Deine erste grosse Reise.
Genauer gesagt beginnt sie mit dem Vorabend Check-in und einer Übernachtung im Flughafenhotel.
Das Hotel besticht durch 2 140er Betten, die wir zu einer gigantomanen Liegefläche zusammenschieben (an dieser Stelle sei zu Erwähnen, dass ich zwar keinen cm mehr Platz als zu Hause hatte, aber die Möglichkeit bestanden HÄTTE!) und einem wahnsinns Duschvorhang, den man in Kooperation mit der grossen Schwester so wunderbar auf und zu ziehen kann.
Mein Mäuschen, wenn Du erahnen könntest, was Dich in den kommenden 3 Wochen erwarten wird… 😉
Wir sind alle total aufgeregt und bekommen in der Nacht so gut wie kein Auge zu.

Schmalspur Reisegepäck Familie Düse
Nicht im Bild: Buggy & Rucksack Herr Düse.
Mit so wenig Gepäck sind wir noch nie geflogen.
Ich bin fast ein wenig Stolz auf uns.

Mit deiner ersten Pre-Transatlantikflug-Hotelübernachtung einher geht als Einstimmung auf den Urlaub Dein erster Bissen vom Hamburger  erster Hamburger.
Da isser wohl, der Unterschied zum 1. Kind.
Bei Tiffy hätte ich mir vermutlich eher beide Beine amputiert, als sie mit 11 Monaten BEI MC DONALDS VOM BURGER essen zu lassen.
In diesem Sinne:
United States, here we come! 

Bild: Pixabay.com

8 Kommentare

  1. Hier auch Team Checkliste (es ging so weit, dass ich für einen 4 tätigen Zeeland Urlaub eine Checkliste für die Unternehmungen erstellen wollte, da ist mein damals noch Freund jetzt Mann dazwischen gegrätscht……. Wenn er wäre damals schon die Augen geöffnet hätte, er wäre weg gerannt)

    1. 😉
      Mein persönlicher Checklisten Höhepunkt ist die “Checkliste Strom”, die vor jedem Urlaub oder längerer Abwesenheit abgearbeitet werden muss.
      Mein Mann ist teilweise auch kurz davor, mich einzuweisen 😂

        1. Bevor wir in den Urlaub fahren wird jeder Stecker rausgezogen, alles ausgeschaltet usw.
          Das hake ich ab, damit ich im Urlaub nicht irgendwann denke “Hab ich eigentlich den Herd ausgemacht????” – Dann gucke ich beruhigt auf meine Liste. 😂🙈
          Mittlerweile ist sie aber schon Teildigital… Ich mache dann zum Beispiel ein Foto vom ausgeschalteten Ofen 😂😂😂

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.