Unser Weihnachtswochenende in Text und Bildern

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Unser Weihnachtswochenende in Bildern
(23. & 24.12.2017)

Das lange Weihnachtswochenende ist vorbei.
Alles, was von ihm noch nachhängt, nicht.
In diesem Jahr kann ich ein riesig, fettes SCHEISSE mit 3 Ausrufezeichen unter unser Fest setzen.
Denn irgendwie kam alles so anders.
Und nichts so wie geplant.
Ob alles, was passiert ist, etwas verändert?

Es kann vielleicht
ein Jahr dauern,
oder sogar nur einen Tag,
aber was fest steht ist:
Was sein soll
wird auch geschehen
und findet
immer einen Weg! – Unbekannt

Aber nun ganz langsam und von vorne.

Weihnachtswochenende Weihnachtsbaum
Was zuvor geschah…

Unseren Tannenbaum haben wir in diesem Jahr schon am 21.12. geschmückt.
Die Mädels haben natürlich fleissig mitgeholfen.
Unser Plan für das Weihnachtswochenende sah wie folgt aus:
Am 23.12. sollten mein Bruder und seine Freundin am Nachmittag bei meinen Eltern anreisen.
Sie wohnen 600 Kilometer entfernt.
Ich, mein Mann und die Mädels hatten für den 23. meinen Schwiegervater zum Kaffee eingeladen.
Wir hatten ihn ein Jahr nicht gesehen.
Aus Gründen.
Abends wollten wir uns dann alle bei meinen Eltern zum Abendessen treffen.
Am 24. wollten wir Nachmittags in die Kirche gehen und anschliessend mit meinen Eltern, meinen beiden Brüdern, der Freundin von meinem kleinen Bruder sowie meiner Schwiegermutter bei uns feiern, bescheren und essen.

Doch dann kam alles anders…

Am 22.12., gegen 17:30 Uhr klingelte auf einmal mein Telefon.
Ich bastelte gerade mein Wichtelgeschenk zu Ende.
„Family“ prangte mir auf dem Display entgegen.
Gut gelaunt beantwortete ich den Anruf.
Mein Vater war am anderen Ende der Leitung.
„Es ist etwas ganz schreckliches passiert.“ sagte er mit tränenerstickter Stimme.

Die Welt blieb kurz stehen, bis ich das Ausmaß von „schrecklich“ schliesslich erfasst hatte.
Mein kleiner Bruder und seine Freundin waren schon heute angekommen, um meine Eltern zu überraschen.
Nach nicht mal einer Stunde ist er dann ausgerastet, hat geschrien, meine Eltern beschimpft, hat seine Sachen gepackt und gesagt, er würde jetzt die 600 Kilometer wieder nach Hause fahren.
Auslöser war, dass meine Eltern für die Weihnachtstage ausser Essen gehen noch kein „Programm“ für die beiden „geplant“ hätten.

Klärende Gespräche

Ich war regelrecht erleichtert.
Mein Bruder und ich sind eigentlich ein Herz und eine Seele und aus dem selben Holz geschnitzt… das würde ich schon wieder hinbiegen.
Ich rief die beiden an, sie mögen doch bitte zu uns kommen.
Sie kamen.
Wir redeten über 2 Stunden in einem ruhigen und sachlichen Ton.
Ich versuchte zu verstehen, verstand aber nicht.
Es wurde später und später.
Die Kinder hatten noch nichts zu Abend gegessen, mein Hirn war mittlerweile zermatscht.

Ich redete ihm gut zu und sagte ihm, dass wir uns im Kreise drehen würden.
Ein Schalter in ihm legte sich um.
Mir wurde noch nie so viel Hass entgegengeschleudert.
Er schrie mich (natürlich vor den Kindern) an, schäumte vor Wut, stürmte heraus.
Schreiend, wütend, tobend.
Ich nahm seine Freundin zur Seite.
„Tu etwas. In diesem Zustand darf er sich nicht hinters Steuer setzen.“
Sie guckte mich an.
„Ich kann da nichts machen.“
Weg war sie.

Ich blieb weinend zurück und verstand die Welt nicht mehr.
Ich rief meine Mutter an.
Wir redeten und versuchten zu ergründen, was da heute passiert ist.
Ich riet ihr, ihn noch einmal anzurufen.
In der selben Minute klingelte es bei ihr an der Tür.
Mein Bruder.
Er schrie schon wieder.
Oder aber immer noch.
Ich bat sie, ihm den Hörer kurz zu geben.
Er schrie: „Lass mich mit Düse in Ruhe, ich will sie nicht hören!!!“.
Ich legte auf.

Was tun?

Mein Mann, mein anderer Bruder und mein Vater waren mittlerweile im Kino.
Wir alle hatten ihnen dazu geraten.
Die Karten, die sie seit einem halben Jahr hatten, verfallen zu lassen, würde in der Situation noch mehr Frust aufbauen und Ablenkung würde ja schliesslich gut tun.

Ich war total überfordert mit der Situation.
Ich bekam Durchfall, Magenkrämpfe, wusste nicht mehr, wie ich heisse und saß hier alleine mit den beiden Mädels.
Es war mittlerweile spät.
Sollte ich die Kinder einpacken und zu Mama fahren?
Würde dass die Situation verbessern oder noch schlimmer machen?
Ich whats-appte schnell mit meinem Mann, meinem Vater und meinem anderen Bruder und wir beschlossen, dass ich zu Hause bleiben sollte.

Nachdem ich die Kinder ins Bett gebracht hatte, versuchte ich noch all die Sachen, die ich für den heutigen Abend geplant hatte, zumindest halbwegs zu erledigen.
Unter anderem starrte mich mein halbfertiges Wichtelgeschenk an.
Ich hatte natürlich meinen Bruder gezogen.

Hoffen auf den nächsten Morgen

Irgendwann gegen kurz vor Mitternacht schrieb mir meine Mutter, dass die beiden nun doch bleiben würden.
Die Luft wäre immer noch dick.
Aber sie wäre in erster Linie froh, dass er sich in diesem Zustand nicht noch hinters Steuer gesetzt hat.
Morgen.
Morgen sähe die Welt bestimmt schon etwas anders aus.
Kurz darauf kam mein Mann nach Hause.
Wir gingen ins Bett.

In dieser Nacht wachte ich oft auf.
Ich weinte, ich lag wach da und dachte nach.
Am nächsten Morgen war ich wie gerädert.

23.12.2017

Weihnachtswochenende Ü-Ei

Die Kinder fanden heute je ein Weihnachts Ü-Ei in ihrem Adventskalender.
Endlich war mal etwas darin, was Mama auch zusammmenbauen konnte. 😉


Weihnachtswochenende Frühstück

Calories don’t count on the Weihnachtswochenende.
Frühstück ohne Pünktchenzählen:
Bei Rewe habe ich so einen leckeren Frischkäsedip gefunden.
Leider ist mir noch so schlecht von der Ereignissen des gestrigen Tages, dass ich es nicht mal geniessen kann.

Weihnachtswochenende Ketchup

Wenns einmal scheisse läuft…
Beim hektischen Versuch, auf den letzten Drücker doch noch alles auf einmal hinzubekommen, fliegt mir die Ketchup Flasche aus dem Kühlschrank.
Alles, inklusive meines logischerweise weissen Cardigan, sind voller Ketchup.
Noch 3 Tage später findet mein Mann Ketchupflecken an der Küchendecke.

Ich war so gut in der Zeit und hatte alles so gut geplant.
Laut Zeitplan hätte ich heute früh entspannt mit einem Gläschen Sekt die letzten 2 Vorbereitungen getroffen.
Dank des Theaters des gestrigen Abends ist meine To-do Liste nicht mal mehr mit einer Flasche Sekt auch nur ansatzweise zu ertragen.

Weihnachtswochenende Zuckerguss

Also im Play Forward Mode durch die Küche gewirbelt und mit Tiffy noch weitere Schneemänner gebaut.
Wir hatten sie bereits für unsere Erzieherinnen im Kindergarten gebaut, und Tiffy war so stolz darauf, dass sie jedem Familienmitglied zu Weihnachten ebenfalls einen Schneemann schenken wollte.
Ich schloss einen Kompromiss mit ihr und wir einigten uns auf die halbe Anzahl der Schneemänner.

Weihnachtswochenende Küchenchaos

Verzierung der Rentier-Brownies für den Nachmittags Kaffee.
Für mehr Realität überall.
Dass da fällt bei mir übrigens noch unter die Kategorie „ordentlich“, wenn ich mal in der Küche herumwirbele.

Weihnachtswochenende Lettering

Weihnachtliches Lettering made by me. 😉
Schnell nochmal für Instagram und Facebook knipsen.

Weihnachtswochenende Kugelbahn

Und anschliessend baue ich mit dem Babymädchen noch eine extrem coole Kugelbahn.

Weihnachtswochenende Lebkuchenlikör

Jetzt kommen wir endlich an die Stelle mit dem Alkohol.
Den hab ich bitter nötig.
Selbgebrauter Lebkuchen Likör.
Wollte ich eigentlich noch verbloggen… hab ich nicht geschafft.
Nächstes Jahr. 😉

Mein Schwiegervater kommt gleich.
Ich bin kurz davor, schon wieder Dünnschiss zu kriegen. 
Neben dem gerade vorherrschendem Drama in meiner Familie macht mich die gesamte Familienkonstellation meiner Schwiegerfamilie auch seit Jahren einfach nur fertig.
Doch was tun, wenn Reden nicht mehr hilft?

Weihnachtswochenende Kaffeetisch

Der Tisch ist gedeckt.
The Show must go on.

Weihnachtswochenende Blumenstrauss

Mein Schwiegervater bringt Blumen und Champagner für mich mit.
Für die Kinder hat der Weihnachtsmann bei ihm die beiden gewünschten Rucksäcke abgegeben.

Weihnachtswochenende Kekskrümel

Kinder Reste-Teller.
Das Beste runterfuttern.. den Rest wird Mama schon essen.

Weihnachtswochenende Rucksäcke

Anschliessend fahren wir zu meinen Eltern zum Abendessen.
Natürlich mit den neuen Rucksäcken.
Laut Ankündigungs Whatsapp meiner Mutter ist die Stimmung: „Still.“

Mein Bruder begrüsst niemanden von uns.
Beim Abendessen sprechen weder er noch seine Freundin auch nur ein einziges Wort.

Weihnachtswochenende Abendessen

Mama hat sich alle Mühe gegeben.
Salate zubereitet, Aufschnittplatten hergerichtet.
Gekocht, gemacht, getan.
Ich könnte heulen.
Weil alles so scheisse ist und weil mir meine Eltern so unendlich leid tun.
Sie sitzen da wie ein Häufchen Elend.

Nach dem Essen räumen wir den Tisch ab.
Mein Bruder und seine Freundin verschwinden wortlos aus dem Esszimmer.

Mein Vater hat seit Wochen an einer DVD unseres Sommerurlaubes gebastelt.
Für Weihnachten, wenn wir alle zusammensitzen.
Tiffy fragt: „Wo ist denn Onkel…?“
Wir zucken mit den Schultern.
Meine Mama sagt: „Vielleicht willst Du mal vorsichtig hochgehen und nach ihnen gucken. Du kannst sie ja mal fragen, ob sie die DVD mitschauen wollen?“
Tiffy rennt nach oben.
Ich gehe wohlwissend mit.
Mein Bruder kommt mir wütend entgegengerannt.
Er hasst mich.
Ich sehe es in seinen Augen.
Niemals in meinem ganzen Leben wurde ich bisher so angesehen.
„KANN MAN SICH HIER NICHTMAL FÜR SCHEISS 5 MINUTEN AUSRUHEN OHNE SOFORT GENERVT ZU WERDEN???“ Er zeigt auf die Kinder.

Auf einmal ist alles still

Kennt ihr das?
Irgendetwas trifft euch so tief, schmerzt so hart und schockt euch so sehr, dass ihr auf einmal ganz ruhig werdet?
Eure Hände zittern ein wenig, ihr seid ganz angespannt, eure Atmung ist schnell?
Die Welt um euch dreht sich, verschwindet, verschmilzt und ihr steht einfach nur da und hört euch selber reden?
So ging es mir in diesen Minuten.

Ich bin eigentlich selber ein Hitzkopf und lasse Ungerechtigkeiten und Unverschämtheiten nicht auf mir sitzen.
An jedem anderen Tag im Jahr, an jedem anderen Ort der Welt, hätte ich ihn wahrscheinlich geschüttelt und ihn gefragt, ob er noch ganz sauber tickt.
In dieser Situation habe ich meinen Ärger runtergeschluckt, tief durchgeatmet und ihn besänftigt.
Tiefer in seinen Hintern hätte ich nicht kriechen können.
Ich bot ihm an, dass wir uns mit den Kindern aus diesem Weihnachten rausnehmen, wenn wir ihn stören würden.
Während die Worte aus mir herauskamen, ärgerte ich mich schon über sie.
Schliesslich ging ich mit den Kindern wieder herunter.
Erhobenen Hauptes und ohne ein einziges Mal die Stimme erhoben zu haben.
Bin ich jetzt erwachsen?

Weihnachtswochenende Urlaubsbilder

Wir gucken uns die Fotos unseres Urlaubes nun statt zu 9. nur zu 7. an. 
Irgendwann drehen die Kinder über und wir fahren nach Hause.

Weihnachtswochenende Weihnachtspyramide

Die Weihnachtspyramide meiner Eltern steht still.

Weihnachtswochenende Babyflasche

Beim Kinder ins Bett bringen ergiesst sich die komplette Milch, die beide Kinder Abends trinken, auf dem Teppich.
Der Sauger war falsch. 
Erst der Ketchup, nun die Milch.
Und zwischendurch dieser riesige Haufen menschlicher Scheisse.
Entschuldigt meine Ausdrucksweise.

Läuft alles heute.

Weihnachtswochenende Geschenke einpacken

Abends überfällt mich dann alles.

Eigentlich wollten wir gemeinsam Geschenke einpacken, stattdessen liege ich meinem Mann 1,5 Stunden heulend im Arm.
Es fühlt sich an wie Liebeskummer.
Ich bin enttäuscht, verletzt und so vieles mehr.
Irgendwann bin ich leer geweint.

Wir gehen ins Bett.
Nachts wache ich auf und kann nur mit einer Folge Modern Family wieder einschlafen.

24.12.2017

Weihnachtswochenende Laserschwert

Der nächste Morgen beginnt mit einer Überraschung. 
Es hat sich irgendwie manifestiert, dass der Nikolaus unseren Adventskalender jeden Tag befüllt.
Die Kalender hängen eigentlich unten.
Heute jedoch findet sich ein Brief vom Nikolaus am Treppengitter, in dem er sich bis zum nächsten Jahr von den Mädels verabschiedet und ihnen ausserdem jeder ein Laserschwert schenkt.

Weihnachtswochenende Adventskalender

Nach den ersten Kämpfen geht es runter an den Adventskalender.
Neben einem Schokoweihnachtsmann finden sie dort die beiden noch fehlenden Steine für die Kugelbahn.

Weihnachtswochenende 4. Advent

Endlich können wir auch die 4. Kerze anzünden. 😊

Weihnachtswochenende Geschenk

Nach dem Frühstück, gegen 12 Uhr, klingelt es an der Tür und eine Bekannte steht vor mir und drückt mir ein kleines Päckchen mit einer Karte in die Hand.
Sie bedankt sich, dass es mich gibt.
Im Päckchen ist eine Packung weisses Duplo.
Sie hatte eines Tages die weisse Duplo Torte von der lieben Nadine bei mir gesehen und sich gemerkt, dass ich so auf die weissen Duplos abfahre.
Vor lauter Rührung verdrücke ich erstmal eine Träne.
Das ist gerade heute wie Balsam für die Seele.

Weihnachtswochenende Wichtelgeschenk

Ich verpacke endlich mein Wichtelgeschenk.
Ich habe es oben schon erwähnt: Ich habe natürlich meinen kleinen Bruder gezogen
Ist klar.
In tagelanger „Wenn-ich-zwischendurch-mal-ne-Sekunde-Zeit-habe“-Arbeit habe ich ihm einen Turnbeutel be“lettert“, weil das Budget für einen bereits fertig Bedruckten zu klein war.
Ausserdem ein wasserfestes Uno Spiel, weil sie im Urlaub immer Uno am Strand spielen sowie Kinder Schokobons als „Rentierkacke“. 

Ich bezweifele, dass sowohl der Spruch als auch die Rentierkacke momentan so richtig gut ankommen. 
Nunja.

Weihnachtswochenende Weihnachtsdeko

Weihnachtsdeko in meiner Küche.
Will ja auch gesehen werden, wenn sie schon das restliche Jahr über auf dem Dachboden vor sich her vegetiert.

Meine Mutter ruft mich an.
„Sie sind jetzt nach Hause gefahren. Sie haben mir die Geschenke vor die Füsse geworfen und sind gefahren.“
Sie weint.
Ich kann nicht mehr weinen.
Aber irgendwie sind wir insgeheim doch alle erleichtert.
Der Abend wäre ein Desaster geworden.

Weihnachtswochenende Blumen

Um 14:00 Uhr kommt meine Schwiegermutter und bringt Blumen mit.
Kurz darauf kommen auch meine Eltern sowie mein anderer Bruder. (Der, von dem man hier die ganze Zeit noch nichts gelesen hat. 😉 )

Weihnachtswochenende Kaffeetisch

Eigentlich wollten wir in die Kirche gehen.
Aus Gründen bleiben wir dann doch zu Hause und futtern Kekse. 
Meine Familie ist komplett fertig. 
Alle sind nur dabei, sich verstohlen die Tränen aus den Augen zu wischen.

Dann schreibt mein Bruder in unsere Weihnachts Whatsapp Gruppe, dass er jetzt umdreht und zu meinen Eltern fährt, um sich nochmal zu verabschieden.
Offensichtlich war sein Abgang mit den Worten „Ihr werdet mich nie wieder sehen!“ noch nicht theatralisch genug.
Er will, dass wir ihn anflehen, zu kommen, zu bleiben.
Nach alledem hat aber niemand mehr die Kraft dazu.

Ich frage mich, ob er jetzt völlig durchknallt.
Als ich sowohl ihn als auch seine Freundin in der Gruppe anspreche und mir für sie wünsche, dass sie eines Tages verstehen, was sie hier angerichtet haben, werde ich mit einem „Sei still, sonst haben wir beide ein ganz anderes Problem!“ von meinem Bruder mundtot gemacht.
Auf einmal hat jeder ein Handy in der Hand und in der Gruppe herrscht fleissiges tippen.
Ich verabschiede mich mit einem Zwinkern und dass er mir ja wohl nicht ernsthaft drohen möchte aus dem Gespräch.
Mein Vater schreibt, dass er ja weiss, wo wir sind: Bei mir.
Er weigert sich, zu uns zu kommen und verlangt, dass meine beiden Eltern nach Hause kommen, damit er dorthin fahren kann.
Ich fasse es alles nicht.
Meine Mutter bleibt, mein Vater geht.
Ein Zeichen, dass sie völlig am Ende ist.

Ich trinke den ersten Schnaps.
Meine Schwiegermutter trägt es mit Humor, die hat selber genug Mist in ihrer eigenen Familie.

Weihnachtswochenende Warten auf den Weihnachtsmann

Die Kinder warten auf den Weihnachtsmann. ❤ 
Die Kinder.
Die wichtigsten Personen an diesem Tag.
Und irgendwie rücken sie durch diesen Mist total in den Hintergrund.

Weihnachtswochenende Champignons

Mein Vater kommt wieder.
Sein Gesicht ist von Traurigkeit gezeichnet, aber er geht aufrechter als noch zuvor.
Ein Reden mit meinem Bruder hat zu nichts geführt.
Er ist endgültig gefahren.
Es wurde wieder nur geschrien.
Er hat sich in eine Situation gefahren, aus der er von selber nicht mehr rauskommt.
Mein Vater hat noch versucht, ihn davon abzuhalten in diesem Zustand eine solche Strecke zu fahren.
Er wollte ihm ein Hotel bezahlen, hat ihm angeboten, erneut im Gästezimmer zu schlafen und anschliessend morgen früh zu fahren.
Mein Bruder jedoch schrie weiterhin.

Diesen „Abschluss“ haben meine Eltern aber glaube ich für sich gebraucht.

Meine Mutter brät zwischentzeitlich ein paar Champignons für das Abendessen.

Weihnachtswochenende Milch und Kekse

Wir wollen eine Runde raus gehen.
Tiffy stellt dem Weihnachtsmann einen Teller mit Milch und Keksen hin.
Sie bemerkt, dass wir gar keine Möhre für die Rentiere haben, entscheidet aber, dass Rentiere durchaus auch Kekse mögen.

Weihnachtswochenende Laserschwerter im Dunklen

Die Familie geht mit den Kindern nach draussen.
Mein Mann und ich richten in der Zeit das Wohnzimmer her und gehen anschliessend ebenfalls raus und machen uns mit auf die Suche nach dem Weihnachtsmann.
Wir finden den Rest der Truppe dank des grünen und roten Leuchten von zwei Laserschwertern sofort. 

Weihnachtswochenende Geschenke unterm Baum

Als wir wiederkommen, ist die Milch ausgetrunken und die Kekse sind aufgegessen. 
DER WEIHNACHTSMANN WAR DA. ❤🎅🏻

Die Kinder kreischen und hüpfen und wir sitzen innerhalb weniger Minuten in einem riesigen Berg Geschenkpapier.

Weihnachtswochenende Wichtelgeschenk

Mein Wichtelgeschenk. 🙂
Perfekt.. ich freue mich sehr.
Eine Servierplatte mit Glasglocke, Muffinförmchen sowie Streudekor zum Backen.
Da kann ich direkt wieder das nächste Backprojekt planen.
Mein Wichtel war übrigens meine Mama.

Weihnachtswochenende Sektglas

Chin Chin. Ich halte mich an meiner Flasche Sekt fest.
Ist wohl heute besser so. 😉

Weihnachtswochenende Duplo Zug

Ich baue mit dem Babymädchen ihre neue Duplo Eisenbahn auf.

Weihnachtswochenende Raclette

Dann werfen wir den Raclettegrill an.
Ich überfresse mich natürlich mal wieder.
Ohne geht einfach nicht.

Weihnachtswochenende Adventskalender

Als alle gehen, ist es bereits 22:30 Uhr.
Die Kinder wuseln noch umher und so gehen wir kurzerhand alle gemeinsam ins Bett.
Vorher allerdings machen wir das letzte Türchen unseres „Abend-Adventskalender“ voller Pixibücher auf.
Den Kalender haben die Kinder von ihrem Onkel geschenkt bekommen.
Meinem kleinen Bruder.

Was immer da auch passiert sein mag:
Es ist bis heute nicht in meinem Kopf.

Was immer auch noch passieren mag:

Es kann vielleicht
ein Jahr dauern,
oder sogar nur einen Tag,
aber was fest steht ist:
Was sein soll
wird auch geschehen
und findet
immer einen Weg! – Unbekannt

Weihnachtswochenende Lightbox

Ich hoffe, ihr alle da draussen hattet ein weitaus schöneres Weihnachtsfest als wir?
Gab es in eurer Familie auch schonmal so richtig, richtig Stress zum Weihnachtfest?
Habt ihr euch innerhalb der Familie auch schonmal entzweit?
Wenn ja, habt ihr einen Weg bzw. eine Lösung gefunden oder geht ihr seitdem getrennte Wege?

… Und warum komme ich mir eigentlich vor, wie der größte Asi?

Das restliche, verlängerte Weihnachtswochenende stand übrigens auch unter keinem besseren Stern:
Mein Bruder ist nämlich am 25. zurückgekommen.

600 Kilometer.
Um meine Eltern erneut anzuschreien.
Bis jetzt ist er dort und sie versuchen krampfhaft, irgendeine „Lösung“ zu finden.
Ich möchte ihm momentan nicht unter die Augen treten, dafür wurde zu viel gesagt und ist zu viel passiert.
Somit waren sowohl der 25. als auch der 26.12. für die Tonne.
Nur um dass hier an dieser Stelle nochmal zu erwähnen.

Silvester… ja, Silvester muss besser werden.
Prost.

Alle „Weihnachtswochenende in Bildern“ – Posts findet ihr gesammelt bei „Geborgen wachsen“.

34 Kommentare

  1. Danke für deine Ehrlichkeit! In den meisten Blogs liest man doch immer nur wie harmonisch und traumhaft alles war und ich denke bei manchem ist das echt nur gespielt. Ich selbst hatte viele traurige Weihnachten. Mit einer Alkoholikerin als Mutter, die regelmäßig am heiligen Abend eskaliert. Jetzt genieß ich das Fest mit meinen 2 Mädels, meinem Mann und den Schwiegereltern. Aber immer wieder kommen die Erinnerungen an damals hoch. Das „Highlight“ dieses Jahr war als die Jüngste auf ihr Geschenk kotzte…
    Ich hoffe ihr findet noch eine Erklärung was mit deinem Bruder los ist und findet wieder zueinander. Liebe Grüße

    1. Danke, dass Du die Ehrlichkeit zu schätzen weisst. ❤
      So ein Fest hatten wir wirklich noch nie und ich wünsche uns und jedem anderen auf der Welt künftig nur noch schöne Feste… Da hast Du ja auch keine schönen Erinnerungen an Weihnachten, dass tut mir leid zu lesen. 😔
      War dass in deiner Kindheit denn auch schon so?
      Sowas sollte einfach nicht sein.
      Nicht zu Weihnachten und auch sonst nicht.

      Meine Eltern haben sich zumindest fürs erste mit ihm Ausgesprochen.
      Eine Erklärung für sein Verhalten haben sie aber nach wie vor nicht.
      Die hat er selber wohl nicht.
      Er möchte sich jetzt aber wohl einmal gesundheitlich durchchecken lassen. ✊

      Liebe Grüße und vielen Dank für Deinen lieben Kommentar. ❤

      1. Ja leider war es schon so als ich ganz klein war. Ich hab mir immer geschworen so etwas tue ich meinen Kindern nicht an! Trinke auch null Alkohol weil es für mich so abschreckend ist.
        Ich finde es gut, dass wenigstens deine Eltern sich mit ihm halbwegs aussprechen konnten und ich hoffe du kannst das auch noch. Und das mit dem gesundheitlich abklären find ich gut. Irgend etwas muss ja in ihn gefahren sein ?! Danke fürs Antworten und liebe Grüße aus Südtirol

        1. Das kann ich verstehen. 😔
          War es da dann überhaupt möglich, ein „normales“ Verhältnis zu haben?

          Das wünsche ich mir auch… mehr als alles andere sogar.
          Aber eine Ursache muss gefunden werden. Niemand rastet über Tage hinweg grundlos so aus. 😔

          Ganz liebe Grüße aus dem hohen Norden. 🤗

          1. Ja ich hoffe ihr findet eine Erklärung! Nein, ein normales Verhältnis haben wir nicht. Ich versuche meine Kinder davor zu schützen! Sie sollen so etwas nicht mitmachen müssen!

  2. Das ist wirklich furchtbar traurig zu lesen. Ich wünsche Euch, dass Dein Bruder – insbesondere im Gespräch mit Euren Eltern – seine Wut wieder loswerden kann. Alles Liebe von Herzen

  3. Das klingt echt traurig 😦 Hat er gesundheitliche Probleme oder ein Drogenproblem? Sorry, das ich so direkt bin, aber anders kann ich mir so ein Benehmen nicht erklären. Ich hoffe, ihr bekommt das irgendwie wieder in den Griff. LG Sindy

    1. Ja, dass war es auch wirklich. 😔
      Selbst jetzt, mit Abstand macht es mich noch so fassungslos.

      In die Richtung haben wir auch alle schon gedacht. 😔
      Er hat sich jetzt wohl zumindest mit meinen Eltern ausgesprochen und ist wieder nach Hause gefahren.
      Er hat sich das Versprechen abnehmen lassen, sich beim Arzt gründlich durchchecken zu lassen.
      Meine Mutter will sich hier auch nochmal mit ihrem Hausarzt besprechen.
      Aber was macht man in der Situation?
      Er wohnt 600 Kilometer weit weg und ist „erwachsen“.
      Ich habe am 25. auch schon vorgeschlagen, sie sollen einen Arzt rufen.
      Evtl. hätte dass einen Stein ins Rollen gebracht? 😔

  4. Ich möchte gar kein Like drücken, sondern virtuell dich. 🙁 Was ist auch immer im Kopf von deinem Bruder vorgefallen ist und es immer noch tut, ich hoffe er findet irgendwann aus seiner Spirale raus. Ihr habt getan was ihr konntet und du brauchst dich sicherlich nicht Asi fühlen! Alles Liebe für euch.

    P.S. Das rote Geschenkpapier haben wir auch. 😄

    1. Danke Dir. ❤
      Er ist heute wieder nach Hause gefahren – dieses Mal aber wohl geplanterweise und ohne Gebrülle.
      Mit meinen Eltern hat er sich zumindest über das Thema „Unternehmungen“ ausgesprochen. Seine Ausraster konnte er sich selber nicht erklären, er will sich aber nun ärztlich durchchecken lassen.
      Wir wünschen uns (und ihm) doch eigentlich alle nur eine „Erklärung“.

      Ich habe ihn seit dem 23. nicht mehr gesehen… er hat meinen Eltern aber wohl gesagt, dass er das mit mir „in Ordnung“ bringen will.
      Ich weiss nicht, wie und ob man sowas je wieder ganz in Ordnung bringen kann.. ich brauche auf jeden Fall erstmal Abstand, bis er weiss, was ihn da geritten hat.

      😉 War dass von LIDL? 🤔

      1. Wie heißt es so schön, Einsicht ist der erste Weg zur Besserung. 🙈 ich wünsche ihm, dass er den Ursprung von seinem Ausraster finden kann und er daran arbeiten kann. Und euch wünsche ich, dass ihr zumindest wieder irgendwann normal miteinander reden könnt, ohne das dieses Weihnachtsfest für immer zwischen euch steht. Ob es je wieder ganz in Ordnung zu bringen ist, wird wohl nur die Zeit bringen. Ich hoffe es aber für euch, auch wenn es sicherlich schwer wird. ✊🏻

        Das kann sehr gut möglich sein, ich habe dieses Jahr aber so viele gekauft. 🤫🤭

        1. Danke ❤
          So sehe ich dass auch und dass hoffe ich auch ✊

          Ich auch… aber irgendwie nur 2 gebraucht 😂🙈
          Habe ich wohl erstmal genug für die nächsten 3 Jahre 😬

  5. Hach, man weiß gar nicht so recht… naja. Ehrlich? Eigentlich alles normal. Wenn zu viele Erwartungen auf zu viel Emotion treffen, dann knallt es halt. Nur erstaunlich, dass sich in deinem Bruder eine solche Wut aufgestaut hat, ohne, dass einer von euch das mitbekommen hat bzw eine Erklärung findet… und dass seine Freundin nicht irgendwie regulierend einwirkt… naja. Also ich wäre da nicht so oft die 600 km mitgefahren… aber wir hatten auch schon schräge Weihnachten.

    Und eine Freundin hatte letztes Jahr ihr „furchtbarstes Weihnachten aller Zeiten“… sie saß heute Morgen bei uns…nach dem „schönsten Weihnachten aller Zeiten“ 😉..365 Tage können viel bewirken. Hoffe dein Bruder gibt euch bald eine Erklärung!

    Liebe Grüße

    1. Ich habe auch erst versucht, es irgendwie „sportlich“ zu sehen und mit „es knallt nunmal in manchen Familien zur Weihnachtszeit“ zu „rechtfertigen“, aber dass liess sich spätenstens am späten Abend des 22. mit nichts in der Welt mehr rechtfertigen; dass war an normal sowas von vorbei. Vorbeier gehts quasi nicht. 😔

      Genau was Du ansprichst, hängt uns ja allen irgendwie nach: Wie konnte es dazu kommen?
      Wir sind eine Familie, in der es auch mal knallt, in der jeder seine Meinung vertritt, in der eigentlich über alles gesprochen wird.
      Mein Bruder wohnt zwar 600 Kilometer entfernt, telefoniert aber täglich 1-2 Stunden (!!) mit meinen Eltern.
      Er weiss selber nicht, was ihn geritten hat, sagt er.
      Ich wünsche mir, dass er eine Erklärung findet.
      Für sich.
      Und für uns alle. 😔🙏

      1. Liebe Duese, bei 1-2 Stunden pro Tag mit den Eltern telefonieren werde ich gerade hellhörig Es klingt für mich so, dass er ein sehr enges Verhältnis zu Deinen Eltern hat, was ja auch auf den ersten Blick positiv ist. Seine Wut könnte ein Ausdruck dafür sein, dass er sich eigentlich ganz dringend abgrenzen will und es aber aus sich heraus auch nicht richtig kann. Da kann ihm vielleicht wirklich eine psychologische Beratung helfen. Nur so meine Gedanken dazu. Das brauchst Du auch nicht weiter kommentieren. Ganz liebe Grüße

        1. Ein interessanter Denkanstoss. 🤔

          Die Telefonate gehen allerdings von ihm aus.
          Er ruft an, meist auf dem langen Heimweg von der Arbeit.
          Er bittet meine Eltern um Hilfe wenn er sich beispielsweise einen neuen Laptop o.Ä. kaufen möchte.
          Er fährt ja auch beispielsweise freiwillig mit uns allen in den Urlaub.
          Uns trennen ja schon 600 Kilometer von ihm… wie weit will er sich noch abgrenzen? 🤔
          Ich habe keine Ahnung… die Gedanken fahren Karrussel.

          Liebe Grüße ❤

          1. Dass die Telefonate von ihm ausgehen, habe ich mir gedacht. Ich glaube auch, dass das alles wieder gut werden kann. Ihr seid einander alle wichtig, das merkt man. Deine Eltern haben weiter mit ihm gesprochen, auch wenn er sie angeschrien hat. Er selbst ist immer wieder zu ihnen gefahren, auch wenn er dann wieder die Kontrolle verloren hat. Es klingt für mich als ob Ihr Euch in Eurer Familie mögt. Hat Dein Bruder sich in der Pubertät deutlich abgegrenzt oder war er immer pflegeleicht? Wenn er sich bisher nie wirklich abgegrenzt hat, kann es sein, dass er es gern ein wenig möchte, aber es ohne psychologische Hilfe und vielleicht auch Euer Verständnis als Familie allein nicht kann. Vielleicht ist ihm manches zu viel, er traut es sich nach den vielen Jahren aber vielleicht nicht zu sagen. Du brauchst nicht antworten. Dass Du eine tolle Schwester bist, die ihn liebt, sieht man schon daran, wie nah es Dir geht. Vielleicht gibt es auch eine ganz andere Erklärung. Ich wünsche Euch, dass Ihr es ganz bald, vielleicht auch zusammen als Familie, herausfindet. Ganz liebe Grüße

  6. Weihnachten: Die Zeit der Familiendramen mit der höchsten häuslichen Gewaltsrate. Wenn die Familie in rauen Mengen aufeinander trifft, knallt es meistens. Ich hatte schon sooo viele Weihnachtsdramen, dass ich mich immer wundere, wenn mal tatsache eines dabei ist, wo nix passiert. Und soll ichs dir sagen? Das ist noch NIE vorgekommen 🙂 Irgendwas ist nämlich immer. Manchmal halt nur kleiner, als sonst.

    1. Danke für Deinen lieben Kommentar. ❤
      Dann sind wir offensichtlich bisher zu sehr verwöhnt gewesen, denn großartigen Zoff gab es an Weihnachten nie.
      Also zumindest nicht übermäßig. 🙈
      Dieses Fest bzw. die Handlungen werden sich wohl leider noch weitaus länger hinziehen… und ich hoffe, dass wir nienieniewieder vor so einem Krach stehen.

  7. Holla. Mir fehlen etwas die Worte, weil ich auch bei zweimal lesen nicht verstehe, was überhaupt los ist, was aber nicht an Deinem Schreibstil liegt, sondern an Deinem Bruder, Du hast ja auch keine Erklärung. Ich denke schon, dass es Weihnachten oft zu Eklats kommt, weil so eine extreme Erwartungshaltung und Zwangsharmonie herrschen. Aber sowas? Gibts dazu eine Vorgeschichte? Ist ihm irgendwas passiert? Familieneklats kenne ich, wir haben vor 2 Jahren meine Tante rausgeworfen, weil für mich das Fass übergelaufen ist. Meine Mutter leidet darunter, uns geht es sehr gut damit und wir haben seitdem extrem entspannte Weihnachten, weil wir uns aussuchen können, wie und mit wem wir Zeit verbringen. Es tut mir wirklich leid, wir grausig es bei Euch momentan ist. Ich hoffe für Euch auf eine Klärung und dass zumindest die Kinder frohe Weihnachten hatten.

    1. Danke ❤

      So sehe ich dass auch.
      Familienkrach hin oder her… das war nicht mehr normal.
      Dass kann man auch rational nicht „greifen“.
      Zumal es ja nicht nach 2-3 Tagen geknallt hat, sondern bereits nach 1,5 Stunden.
      Und zwar ja so richtig aggressiv.
      Da wurde eine Grenze überschritten und dass leider meterweit.

      Eine Vorgeschichte gibt es eigentlich nicht…
      Mein Bruder telefoniert täglich 1-2 Stunden mit meinen Eltern.
      Sie fetzen sich auch mal, aber alles im Rahmen des Normalen.
      Ich weiss nicht, ob ihm der komplette Bezug zum Familienleben bzw zum sozialen miteinander flöten gegangen ist. Wir wohnen ja alle 600 Kilometer entfernt und er hat schlußendlich dann „nur“ seine Freundin.
      Die wiederum hat jetzt offenbar nicht den allerbesten Einfluss auf ihn, aber sie wohnen ja immerhin zusammen.

      „Erprobt“ sind wir in so einem Theater auch. Wir haben beispielsweise seit nunmehr fast 5 Jahren keinen Kontakt zur Schwester meines Mannes – ganz einfach, weil es uns damit besser geht.
      Aber selbst da (und ich kann sie echt nicht leiden und sie hat auch echt eine Scheissnummer abgezogen) gab es nicht so ein Verhalten.

      Ich denke, dass er in der Pflicht ist, herauszufinden, warum es soweit gekommen ist.
      Und wenn es keine körperlichen Gründe gibt (Schilddrüse oder andere Erkrankungen) muss er halt mal mit einem Psychologen reden.
      Ich hoffe für die ganze Familie, dass er es tut.
      Ansonsten ist es vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis das Fass wieder überläuft. 😔

  8. Liebe Düse,
    ich halte mich sonst mit Kommentaren zurück obwohl ich schon seit über 2 Jahren bei Dir stammlese 😉 aber dieses Mal kommentiere ich doch, denn es tut mir so leid, dass Euch die Feiertage so verdorben wurden und ich möchte Dich aus der Ferne umarmen. Du hast Dir so viel Mühe gegeben um es Deiner Familie und Deinen Kindern schön zu machen und dann so etwas… auch für Deine Eltern tut es mir sehr leid. Natürlich kenne ich solche Familienstreitigkeiten an Festtagen auch, inkl. eines ähnlichen Vorfalls wie der von Dir berichtete. Ich würde daher vermuten, dass Dein Bruder eine unerkannte Depression welcher Ausprägung auch immer hat (würde die ganz plötzlich auftretenden Aggressionen erklären), aber das wird natürlich der Arzt herausfinden können. Ich reagiere auch ähnlich wie Du auf so etwas, hatte sogar Magenschmerzen beim Lesen Deines Berichts :-((
    Ich hoffe Euer Sylvester wird schöner und entspannter und Ihr könnt es mit den Kindern trotz aller Vorfälle geniessen.
    Drücke Dich aus weiter Ferne :-*

    1. Liebe Annina,
      danke für Deinen lieben Kommentar und schön, dass Du da bist. ❤

      Es ist einfach alles… ganz besonders aufs Weihnachtsfest freue ich mich das ganze Jahr.
      Wäre es Ostern, Pfingsten oder sonstwas gewesen, wäre es nicht das Gleiche gewesen.
      Das Allerschlimmste daran ist allerdings, dass mein Bruder, der mir eigentlich so sehr gleicht und mit dem ich mich immer blind verstanden habe, mir auf einmal fremd geworden ist.
      Und nicht nur dass… fremd und voller Aggression.
      Man denkt immer, dass passiert nur in anderen Familien.
      In Familien wo „eh was nicht in Ordnung ist“.

      Kann eine Depression auch solche Auswirkungen haben?
      Ich hoffe, dass etwas gefunden wird, was dass alles für uns „greifbarer“ macht.
      Damit wir ihn nicht verloren haben. 😕

      Danke Dir 😘

  9. Das klingt ja wirklich schrecklich und ich bin fassungslos, wie man so austicken kann vor den Kindern seiner Schwester. An etwas medizinisches oder Drogenprobleme habe ich auch gedacht, das ist ja schon wirklich heftig.

  10. Ach Mensch, sowas muss echt nicht sein 🙁 immerhin scheint der Knoten ja nun erstmal wieder geplatzt zu sein und er ist einsichtig, ich hoffe für euch, dass er da selbst auch am Ball bleibt und Ursachenforschung betreibt.
    Aus Sicht einer kleinen Schwester, die von ihrem Bruder (und bis dahin bestem Freund) bitterlich menschlich enttäuscht wurde, kann ich berichten, dass es durchaus wieder besser werden kann und man mit der Zeit auch wieder verzeihen lernt.
    Ich wünsche dir und deinen Eltern jedenfalls, dass es sich wieder normalisiert und du ihm dieses versaute Fest irgendwann verzeihen kannst, wenn schon nicht vergessen.
    Viele Grüße

  11. Liebe Duese,

    Ich lese bei dir auch regelmäßig da ich deine Texte so schön lustig sind. Ich hab einen richtigen Schreck bekommen als ich deinen Weihnachtstext las. Es tut mir unendlich Leid das alles so scheiße gelaufen ist. Ich drücke euch die Daumen, dass sich alles wieder beruhigt, ein Grund gefunden wird und ihr euch bald wieder in den Armen liegen könnt. Fühl dich unbekannterweise gedrückt!!

    Lieben Gruß Marleen

  12. Liebe Düse, auch von mir ein fester Drücker. ❤ So ein Weihnachten braucht wirklich niemand. Und nein, du bist doch kein Asi! Das kommt in so gut wie jeder Familie vor. Es spricht nur keiner darüber. Ich kenne so einen Familiencrash noch von meinem 17. Geburtstag. 🙈 Lang her, aber für immer abgespeichert. 😔 Ich wünsche dir und deiner Familie, dass sich bald alles wieder einrenkt. Alles Liebe im neuen Jahr!! 🍀🍀🍀 Ich freue mich immer wieder, von dir zu lesen, wenn ich ab und zu bei dir vorbeischauen. Liebste Grüße! 😘

Ich freue mich über eure Kommentare ❤